Minicomp
Die persönlichen Computer des 22. Jahrhundert sind flache, elegante Geräte, die an zwei Bändern an den Unterarm geschnallt werden. 99,9% des Marktes sind Hardtech Geräte. Mit Biotech wird experimentiert, es gibt Gerüchte einiger extrem leistungsfähiger Systeme, die in Orgosoft Laboren gebaut werden und bald Prototyp-Tests erfolgen werden.
Der marktübliche Minicomp hat 4 Schnittstellen, sogenannte Jack-In/Out Ports, kurz JIOP genannt. An diese Ports kann Peripherie angesteckt werden. Dieses umfasst:
- Tastaturen
- spezielle Scanner
- Drucker
- etc
Der Standard Minicomp wird durch die Sprache des Benutzers gesteuert und gibt die Ergebnisse einer Anfrage als Hologramm oder als Sprache aus. Es kann jedoch ein Silent Mode aktiviert werden. Dann drückt der Minicomp seine Bereitschaft oder eine wartende Meldung durch ein unauffälliges Vibrieren aus. Ebenso hat ein Standard-Minicomp nur eine ausrollbare Folientastatur, jedoch keinen Bildschirm. Der Holoprojektor agiert als Anzeigemedium.
Die meisten Minicomps sind getrennt vom Avatar erst einmal als Hardware zu betrachten. Avatare werden entweder als Paket zusammen verkauft oder sind einzeln nachzukaufen. Die Software liegt in den im Minicomp eingesteckten Speicherkristallen des Avatars. Der Avatar ist also das Betriebssystem
Die beigefügte Software hat meist Standardcharakter für übliche Anwendung, für welche der Avatar gedacht ist. Ein Avatar für das Polizeiwesen wird neben den üblichen Recherche und Office-Lösungen eine Datenbank über gängiges Recht haben, einen sondercodierten Zugriffscode auf das Polizei-Opnet, usw.
Jeder Avatar verfügt über eine besondere Fähigkeit, die die Presse "Intention" genannt hat. Was passiert, wenn ein Avatar einen nicht sauber definierten Befehl empfängt? Er interpretiert ihn. Avatare sind lernende Systeme - zu Anfang verstehen Sie ihren User nicht. Erst nach und nach erlernen Sie seine Ausdruckweise und beginnen Ihn besser zu verstehen. Die Intention steigt. Es wird gemunkelt, dass die echte Leistungsfähigkeit von prototypischen Biotech-Minicomps auf ihrer nahezu menschlichen Basis-Intention basiert. Einen gebrauchten Avatar zu kaufen, mag angesichts des deutlich niedrigeren Preises sinnvoll erscheinen, ist aber unter Betrachtung des Aspekts, dass der Avatar sich an seinen alten User angepasst hat, ein gefährliches Unterfangen.
Alle Minicomps verfügen über funkbasierte Schnittstellen zum lokalen Opnet. Da Funkdatenverbindungen aber aufgrund der Paranoia nach dem Opnet-Crash im Ersten Aberrantenkrieg extrem teuer sind, ziehen die meisten User Kabelverbindungen vor, die an jedem öffentlichen Ort und in Hotels, wie auch in Privathaushalten zu finden sind, vor. Die hervorgerufenen Kosten sind deutlich niedriger.