Kapitel 9: Gefahr im Eis

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Inhaltsverzeichnis

8 Tage im All

Nach Rücksprache mit dem Team einigt man sich schnell, die Vorfälle auf der Primadora tot zu schweigen. Der Ghost wünscht, dass Ihm von Craig Masters die Erinnerungen gelöscht werden. Dieser entgegnet, dass er nur die Möglichkeit habe, darüber eine Sprachblockade zu verhängen. Der Ghost willigt ein.

Die Gesamtsituation stellt sich als sehr trostlos heraus. Der Proviant reicht nicht bis Fuyoshi, die Reparaturen der Valkyrie müssen irgendwie erklärt werden. Man hofft auf gutes Glück, Jade Archer fällt ein ehemaliger Support Force One Techniker ein, der nun auf Europa auf einer Forschungsstation am Nordpol als Freelancer für die Sicherheit sorgt und seine ausgeprägten cryokinetischen Kräfte dort besser zu verstehen versucht. Europa ist ein Eismond des Jupiters. Man setzt Kurs und hofft dort auch Proviant auffüllen zu können.

Jade frischt ihre Uchukando Künste in einem ungenutzten Raum des Unterdecks auf, Artem nimmt seine Forschungen wieder auf und sichtet seine Aufzeichnungen, Craig versucht sich selbst in Meditation und Selbsterfahrung besser zu begreifen. Die Tage verstreichen...

Ein Wrack

4 Tage später...

Die Kurzstrecken-Sensoren der Valkyrie fingen Signaturen eines Legionenkreuzers auf, der offenbar auseinander gebrochen war in Folge eines Angriffes. Im Inneren des Kreuzers sandte eine Notboje ein S.O.S. - Kurz beratschlägt das Team, ob sie den Kurs ändern sollen und einen Tag Verzug auf sich nehmen wollen. Just, als sie über die Gefahr einiger lauernder Chromatenjäger diskutieren und auch der Doktor seine Verpflichtungen des aeskulapianischen Eids vorbringt, fangen die Sensoren die Signale dreier chromatischer Jäger in der Nähe des Trümmerfelds auf.

Das Team beschliesst aufgrund der Havarie der Valkyrie dort nicht hin zu fliegen und aktiviert das A.S.G.A.R.D-System, um sich selbst die Signatur einer unbemannten Raumsonde zu geben. Ein Feindkontakt kommt nicht zustande, der Flug geht reibungsfrei weiter. Etwaige Überlebende werden zurückgelassen...

Europa - Nördliche Forschungsbasis

Weitere 4 Tage später schwenkt die Valkyrie im lunaren Orbit des Mondes Europa ein. Von der Nordstation erhalten Sie einen automatisierten Notruf. Das Team beschliesst zu landen, der Atmosphärenmodus der Valkyrie wird aktiviert. Durch die schweren Schäden an der rechten Triebwerksgondel wird die Landung wackelig, aber dank der Flugkünste von Jade gefahrlos.

Vor einer Eishügelkette kommt das Schiff zum stehen. Dort wartet der erste Schreck auf das Team. Nicht unweit der fünf Kuppeln der Station liegt ein entzwei gebrochenes Chromatenschiff größerer Bauart. Offenbar handelte er sich um eine abgestürzte Fregatte oder ähnliches.

Das Innere der ersten Kuppel war durch eine beschädigte Schleuse voll erfroren. Im Inneren fanden sie zwei Leichen von Menschen und einen in eine Eishülle gehüllten Chromaten. Der Leichnam einer Leiche war mit einer Minikamera präpariert, die ein Stanzung der Legionen trug. Etwas schreckliches musste sich hier ereignet haben. Als sie die erste Tür aufstemmten, der Mechanismus war defekt, detonierten Sprengladungen. Nur um Haaresbreite konnten sie sich in Deckung werfen. Als sie in den Gang vordringen konnten, prangte auf einem Stück von der Decke herabhängendem Stoff die Aufschrift "Verschwinde, Krötenabschaum". In dem vor sich liegenden Gang fanden sie in einer Seitentür ein verwüstetes Büro mit einem weiteren toten Chromaten.

Als man sich verständigte, was hier passiert war, erklangen von draussen Detonationen. Jarod, der in der Valkyrie verblieben war, sprach von Chromaten die aus dem Schiffswrack gekommen waren und beim Anstieg auf die Anhöhe in einer Detonation pulverisiert wurden. Das Gelände war offenbar vermint!

Just, als man weiter in den Komplex dringen wollte, erschien ein Mensch in Raumrüstung auf dem gegenüberliegendem Ende des Flures, schrie "Verpisst Euch, Piratendreck" und erschuf mittels deutlich spürbarer psionischer Energie eine Wand aus purem Eis, die den Gang versperrte. Während man sich anschickte, das Eis mit den Lasern zu schmelzen, diskutierten unsere Freunde, ob das ein Legionär sein könne und ob die schrecklichen Vorfälle hier Ihn seinen Verstand haben verlieren lassen.

Zwischenzeitlich erklang schweres Laserfeuer von den Verteidigungsanlagen der Basis, die Geschütztürme auf den Kuppeln. Die Geschütze hatten begonnen Sperrfeuer auf das Chromatenwrack zu setzen. Zeitgleich jedoch waren weisse rollende Kugeln auf dem Hang, der der Valkyrie zugewandt war, erschienen. Die Scanner sprachen von Ortungssystemen in diesen Kugeln. Als Jarod zum Test einen Täuschkörper abfeuerte, raste einer der Kugeln diesem hinterher und detonierte. Homing-Minen....

Unsere Freunde waren also nun nicht nur ohne den erhofften Proviantnachschub, sondern auch auf dem Eismond gefangen.

Die Entscheidung war klar - der Weg weg vom Mond war das Zusammentreffen mit dem vermutlich wahnsinnig gewordenen Legionär. Stück um Stück kämpften sie sich durch den von Eis und Frost erfüllten Komplex vor, fanden mehrere Leichen, sowohl menschlich als auch chromatisch, umgingen einige Fallen tödlichster Art und gelangten schließlich in der Kuppel auf die oberste Ebene. Dort war auch die Funkleitzentrale. Der Legionär hatte die Türen vereist, doch konnte Cameron sie mit Elektrokinese öffnen. Als sie in den Raum vordrangen, fanden sie ein Chaos ausserordentlicher Natur vor. In der Mitte hockte der Legionär auf dem Kommandosessel, der ebenso voll von Eis ummantelt war, wie auf einem Thron und hob die Hand, um die Eindringlinge zu empfangen. Doch der unscheinbare Doktor warf einen dicken Eiszapfen nach Ihm und schleuderte Ihn so mit mehr Glück als Verstand aus dem Sessel heraus. Jade setzte mit einem telekinetischen Schlag nach. Kurz war Ruhe eingekehrt und das Team untersuchte die Konsolen, was des Systems noch funktionsfähig sei. Vor allem suchte sie eine Methode die Verteidigungsanlagen des Komplexes zu deaktivieren, vornehmlich die Homing-Minen. Aber neue Gefahr kam auf: 2 Chromaten hatten sich durch das Gebäude herangepirscht und attackierten mit wilden schrillen Schreien. Ein Lasergefecht brach aus, einige des Teams wurden verletzt. Um Haaresbreite konnten Sie es für sich entscheiden.

Nach dem die Systeme deaktiviert waren, nahmen sie den wenigen Proviant mit, den sie fanden und auch den betäubten und später vom Doktor sedierten Legionär mit, hoben ab und machten sich auf den Flug zum Südpol.

Hilfe im Süden - Antarctica

Mit dem betäubten Legionär, dem wohl einzigen Überlebenden der Katastrophe, fliegen Valkyrie und Team zur Station Antarctica am Südpol des Mondes Europa. Dort erhalten Sie die Möglichkeit, ihren Proviant aufzufüllen und übergeben den Legionär an die dortig stationierten Mediziner. Das Umfeld ist freundlich, wenn auch wissenschaftlich karg. Einen besonderen Moment erlebt das Team, als man Ihnen in einem Labor grosse Aquarien zeigt. In diesen Wasserbassis schwimmen merkwürdige schmetterlingsähnliche Kreaturen, Wesen aus der Tiefsee von Europa, äußerst filigran und nicht grösser als eine Handfläche. Sie erhalten Hinweise auf deutlich größere Wesen in den Ozeanen unter dem Eis, einer Spezies, die Walen ähnlich ist.

Ebenso übergibt das Team die auf der zerstörten Station geborgenen Datenkristalle an die Wissenschaftler von Antarctica.

Sieg!

Bei einem Abschieds-Algendinner platzt die große Neuigkeit. Ein junger Wissenschaftler kommt hinein gestürmt, aktiviert das Holovid und gemeinsam sehen Team und Wissenschaftler eine stark gestörte Übertragung von der Front. Offenbar war der Krieg gewonnen - große Teile der chromatischen Flotte waren zerstört und zwei verbleibende Mutterschiffe waren in den Warpraum gesprungen, um zu flüchten.

Erleichtert bricht das Team einen Tag später auf, zurück nach Fuyoshi. Leider haben sie nach wie vor niemanden gefunden, der ihre Reparaturen erklären kann. Ein Werftschiff im Orbit eines Planeten oder eine weitere Basis wären nun nützlich....

Es gelingt noch Funkkontakt zu Fuyoshi aufzubauen und sich zurückzumelden. Sie erfahren von der dortig etablierten Funkleit-Zentrale der Erdenverteidigungsstreitkräfte, dass sie den Silbernen Stern am blauen Band erhalten sollen, für besondere Verdienste um die Menschheit, hier das Reetablieren der Funk-Relais-Station.

Anerkannte EP: 4

Zu Kapitel 8b: Flucht aus der Schwärze

Zu Kapitel 10: Landurlaub

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