Kapitel 8b: Flucht aus der Schwärze
Inhaltsverzeichnis |
Wie haben einen Plan..oder?
Nach einigen Stunden der Ruhe hatte Jade Archer ihre Teamgefährten aus den Zellen gerettet. Durch ihre telekinetischen Kräfte konnte sie die Schlösser öffnen. Die Dunkelheit, in welcher der Zelltrakt - oder waren es doch ungenutzt Unterkünfte von Piloten? - schützte Ihren Ausbruch noch stärker. In der Unterkunft von Jarod Shah besprachen sie gemeinsam ihren Plan.
Craig Masters war gegen eine Geiselnahme und bestand auf die Variante der Verhandlung. Sie sollten dem Deal zustimmen und versuchen, die Gefangenen zurückzubringen. Darauf hin wägte man für und wieder ab. Was hinderte das Schiff, die Valkyrie dennoch einfach abzuschiessen? War der Sprungschifftechniker wirklich so wichtig, dass sie es nicht tun würden? Was, wenn die Gefangenen, die an Bord eines Legionenträgerschiffes waren, längst verhört waren? Was, wenn ein Chromaten-Sprengkopf in der Schlacht das Trägerschiff genau in der Sektion getroffen hätte, in der die Gefangenen waren und sie längst tot waren?
Wollte das Team wirklich die Erinnerung an die Vorfälle auf dem riesigen unbekannten Schiff, von dem sie nur vermuteten, es handele sich um eines der verlorenen Weltenschiffe, verlieren? Weswegen scannte man das Schiff nach subnuklearer Strahlung? Weswegen hatten alle in der Frau, die Ihnen das Essen gebracht hatte, mutagenischen Zerfall gespürt? Was war das unausgesprochene Geheimnis dieses Schiffes, was nur Die Schwärze zwischen den Sternen von Unwissenden genannt wurde?
Dank dessen, dass Teile des Schiffes deaktiviert worden waren, da der Sik'lash Kreuzer irgendwo dort draussen war, konnten Sie ihr Gespräch für viele Stunden führen. Letztendlich einigte man sich doch auf die militärische Variante. Der Sprungschifftechniker sollte entführt werden und als lebendiges Schutzschild für freies Geleit benutzt werden. Sobald Sie in Sicherheit sein würden, würden sie den Techniker in einer Rettungskapsel aussetzen und versuchen, davon zu kommen.
Aber ob nach all diesen Stunden des Diskutierens der Sik'lash-Kreuzer noch draussen sein würde...das wusste niemand
Durch die Korridore
Unsere Freunde machten sich auf den Weg. Mehreren Patroullien und zufälligen Begegnungen konnten sie in der Dunkelheit ausweichen, jedes Mal waren ihre Nerven zum besten angespannt. Besonders als eine zweier Gruppe Eden-Ratten in einem Gang vermutete und diese beiden einfach in den Gang mit ihren Lasern feuern wollten. Doch auch diese gefährliche Situation konnte ohne Zwischenfall gelöst werden.
Im respektvollen Abstand folgten unser vier Freunde den beiden Sicherheitsleuten und kamen letztendlich in einen helleren Bereich, in welchem die Turbolifte zu den anderen verschiedenen Decks führten. Auch funktionierten hier wieder die Terminals, die zuvor weiter unten deaktiviert worden waren im Rahmen der Sicherheitsvorkehrungen, nicht von dem Sik'lash Kreuzer entdeckt zu werden.
Dieser Bereich war hell erleuchtet und einiges an Personenverkehr ging die Turbolifte hoch und herab. Die Lifte waren wie vier gläserne Röhren geformt, die sich eng aneinander im Quadrat schmiegten. Eine interessantere Unterhaltung zwischen einer Frau und ihrem Kind deutete drauf hin, dass der Kapitän des Schiffes, wenn er es ist, der den Titel "Fürst" trägt, offenbar von einigen gefürchtet wird.
Medizinisches Deck, Weltenschiff "Primadora"
Durch einen Turbolift erreichten unsere Helden das medizinische Deck. Während die unteren Gänge dunkel und nur schwach gepflegt waren, änderte sich hier das Erscheinungsbild komplett. Die Wände waren hell, die Umgebung freundlich gestaltet und gläserne Türen trennten die Klinik von der Turbolift-Sektion ab. Sie folgten den beiden Wachmännern und betraten die Empfangshalle.Während die beiden, die sich als Reinigungskräfte verkleidet hatten, darauf hingewiesen wurden, dass die Klink ein antiseptischer Bereich ist und sie nicht ohne spezielle Kleidung die Schleuse passieren dürfen, also nur vorne putzen dürften, sprachen die beiden anderen die Schwester am Empfang an, sie würden Rodrigo Esteban besuchen wollen. Die Krankenschwester antwortete freundlich, dass der Besuch nur mit Sonderautorisation gestattet sei. Just, als sie nach dieser nachhören wollte, erbrach sich der Wachmann über den Empfang und diese heikle Situation konnte gestoppt werden. Ein Doktor wurde hinzugerufen und als dieser kam, spürten die Ausbrecher eine psionische Aura von diesem Ausgehen. Die Situation änderte sich.
Während Jade und Craig die kurze Verwirrung nutzten, um durch die Schleuse zu kommen, wurden Blickkontakte zwischen Jarod und dem Doktor ausgetauscht - man spürte die gegenseitige Anwesenheit. Der Doktor untersuchte den magenkranken Wachmann und stellte mit Erstaunen fest, dass das kirlianische Auge keinerlei Anzeichen auf eine körperliche Erkrankung aufzeigte. Nun war klar - hier stimmte etwas nicht.Als Jarod in seiner Reinigerverkleidung in der Nähe des Doktors vorbeikam, flüsterten die beiden kurz. Schnell war klar, dass beide Parteien nicht auf dem Schiff bleiben wollen - der Schulterschluß war getan.
Rodrigo Esteban
Craig und Jade kamen unbehellt durch die Gänge der Klinik - lediglich vor dem Zimmer, in dem der Sprungtechniker lag, standen zwei Wachen in gepanzerter Keramik-Teilrüstung. Es gelang Craig den Wachen vorzugaukeln, sie wären die Wachablösung und als auch die Schwelle des Codewortes genommen war, konnten sie endlich in das Zimmer. Dort drin war es dunkel und bereits als sie den Raum betraten, spürten sie wilde wirbelnde Energien um das Krankenbett herumwirbeln. Der Techniker, der unglaublich fett war, lag in diesem Bett, umtost von rohen Energien aus dem Subquantum-Raum, deutlich spürbar für jeden Psioniker und war offenbar geistig umnachtet.
Er missverstand die beiden für zwei Personen namens Vivian und Neill, doch plötzlich klärten sich seine Augen, er sah die beiden und sagte nickend "Ah, es ist soweit" - dann driftete er wieder in die Umnachtung ab.
Unsere beiden Freunde hievten das Schwergewicht in einen Krankenstuhl und gingen zügig los. Auf dem Gang begegnete sie einem Arzt, doch dieser hatte die plötzliche Impression, noch etwas bei seinem letzten Patienten vergessen zu haben.
Kaum war der dreier Trupp durch die Schleuse durch, entfesselte Cameron ihre Kräfte und legte den Strom des gesamten Empfangsbereich lahm. Cameron und Jarod schlossen sich den dreien an und hasteten aus der Tür, nicht ohne die Laser-Repetiergewehr aus dem Putzkasten zu holen. Wenige Sekunden später sprangen die Not-Aggregate an und das Schiff löste roten Alarm aus.
Ein Sicherheitstrupp musste in der Nähe gewesen sein, denn kaum waren die 5 im Turbolift-Trakt, hörten sie schwere Stiefelschritte schnell heranhuschen. Schon brach eine Gruppe durch die Flure und richtete die Waffen auf sie. Ein Laserfeuergefecht entbrannte. Unsere Freunde hielten die Sicherheitsleute mit Sperrfeuer unten, während der andere Teil versuchte, den Turbolift zu erreichen. Letztendlich gelang es Ihnen fast, doch als sie sich in den Lift gepresst hatten, blitzte es im Turbolift-Trakt auf und jene schwarzhaarige Teleporterin, die der Gruppe bereits einmal zugesetzt hatte und damals in dem genialen Moment der telekinetischen Rettungskapsel-Auslösung ihres Gesichts beraubt wurde, stürmte den Freunden entgegen.
Esteban erwachte kurz wieder aus seiner Umnachtung und flüsterte kichernd "Nein Nein nein, das ist ganz falsch so..!" Die Welt wirbelte um die im Turbolift beengten Gefährten auf und plötzlich befanden sie sich inmitten von hohen Pflanzen, die Luft war feucht und dicht.
Nun war es klar - das Schiff hatte keinen Sprungantrieb...dieser Rodrigo war das Sprungtriebwerk. Als sich die Verwirrung des Teleports legte, sahen sie schnell, wo sie waren. Offenbar in den hydroponischen Anlagen des nun bestätigen Weltenschiffes. Denn nichts anderes als MEDIZINISCHES DECK - WELTENSCHIFF PRIMADORA - hatte auf den gläsernen Zugangstüren gestanden.
In den Nachverwirbelungen des Psiraumes nach dem Teleport war jedoch noch etwas anderes zu spüren - mutagenischer Zerfall, ungemein stark, jedoch im Inneren des ungeheuer fetten Leibes des Südamerikaners gefangen. Jarod reagierte wie das militärische Tranining der Legionen es tief in Ihm verankert hatte. Er schoß auf den im Krankenstuhl sitzenden. Die Kugel drückte die Magenhaut ein, jedoch wurde wieder wie durch ein Gummi wirkungslos zurückgeschleudert und landete wirkungslos auf dem Boden.
Dann waren die anderen heran und stoppten Jarod. Cameron betäubte Ihn mit einem psionischen Stromstoss, die anderen entwaffneten Ihn. Kurz gab ein Wort das nächste und Ihnen allen war klar - wenn es jemals herauskommen würde, was sie an Bord des Schiffes getan haben, dass offenbar Aberranten an Bord des Schiffes sind, dass sie sogar einen von Ihnen just beschützt haben, würden sie alle des Hochverrates an der Menschheit bezichtigt werden und vor einem internationalen Gericht zum Tod verurteilt werden. Doch bevor es eskalieren konnte, mussten sie weiter. Es schlossen sich Stunden und Stunden des vorsichtigen Schleichens durch Korridore an, doch dank Jarods Hellsicht konnten sie an jeder Wachpatrouillie vorbei kommen.
Letztendlich, nassgeschwitzt und ermattet, standen sie vor einem Seitentor zum Hangar, in den Ihr Schiff stand.
Showdown im Hangar
- Corbin erwartet sie bereits, es war klar, wo sie hin gehen würden. Bei Ihm 20 Wachmänner mit angelegten Gewehren
- Das Feuer wird nicht sofort eröffnet, es kommt zum Gespräch, das Team versucht desweilen das Schiff zu erreichen, wird aber durch einen angedrohten Feuerbefehl gestoppt
- Jarod entwickelt ein tieferes Verständnis aus einer Eingebung heraus. Was ist die Wahrheit hinter dem? Was ist das Interesse der Schiffsbesatzung?
- Er bietet Corbin einen Handel an. Einen Handel, vom dem er hofft, dass es ein tieferes Verständnis weckt
- Corbin überlegt und stimmt zu
- Die Valkyrie ist in der Zwischenzeit notdürftig repariert worden, der Spiegel und die Drohne sind jedoch weg. Das Schiff kann fliegen.
- Bevor es sich Corbin anders überlegt, wird die Valkyrie gestartet und aus dem Hangar entlassen.
- Im Raum angekommen, stellt das Team fest, dass der Sik'lash Kreuzer nicht mehr zugegen ist. Sie setzen Kurs auf die erste Verteidigungswelle
- Einige Stunden später empfangen sie eine Newsnet Übertragung von der Front. Die erste Verteidigungswelle wurde zerschlagen und die irdischen Truppen leisten sich ein erbittertes Gefecht gegen die chromatischen Mutterschiffe. Mitten in der Übertragung taucht ein gigantisches Schiff via Sprung aus dem Nichts auf - die PRIMADORA! Aus allen Rohren feuernd nimmt sie direkten Kurs auf zwei Mutterschiffe. Dann wird die Übertragung durch das Militär gekappt.
Anerkannte EP: 7