Kapitel 7: In einem Meer aus Blut...
20. Februar 1928
Blake
Wir machen uns auf den Weg zu Brass. Als wir das Gelände betreten fällt mir eine ungewohnte Stille auf. Die Chinesin hört das Wimmern eines Hundes. Eine vorsichtige nähere Untersuchung lässt uns Spot, den Hund von Elaine finden, der angeschossen neben der Halle liegt. Vor der Halle steht der weiße Wagen der Frost, zwei weitere Schläger bewachen mit Gewehren bewaffnet die Halle.
Frost fährt davon und läßt ihre Schläger zurück, die Brass davon überzeugen sollen, ihr ihre Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen. Minh-Cai und ich können die beiden aber relativ schnell außer Gefecht setzen und Elaine befreien.
Einer der beiden unwichtigen Schläger weiß noch von einem Auftrag zu berichten, den er in der letzten Woche für Frost erledigen sollten. Er und sein Kumpel sollten aus einer Bank etwas aus einem Schließfach holen, sind aber von der Bank abgewiesen worden, was bei derem Aussehen kein Wunder ist. Bruce hat netterweise die Nummer des Schließfachs notiert, darum werden wir uns später mal kümmern. Nachdem wir uns ein wenig erholt haben, präsentiert mir Elaine den Lichtsammler. Eine Art überdimensionales Brillengestell mit verschiedenen zuschaltbaren Gläsern (grün - lichtverstärkend, klar - vergrößernd, gelb - macht Strom sichtbar).
Trotz des immer noch furchtbaren Wetters machen wir uns auf den Weg das Haus zu suchen, in dem die Vase aufbewahrt sein soll. Wir folgen den Straßen am Seeufer entlang und können nach einigen Fehlversuchen ein vielversprechendes Objekt ausmachen. Ein glücklicher Zufall sorgt dafür, daß wir ein Boot finden, das wie für uns bereit liegt. Die Nacht und den Schnee zu unserem Vorteil nutzend gelangen wir auf der Insel an, die aber verlassen wirkt.
Das einzige Haus der Insel liegt im Dunkeln. Auch wenn es mir nicht behagt ohne Deckung zu dem Gebäude zu schleichen, gelange ich ohne Schwierigkeiten auf das Dach, wo auch Minh-Cai zu mir stößt. Gemeinsam dringen wir in das Innere vor. Das Haus ist geradezu vollgestopft mit Kunstwerken aus allen Herren Ländern.
Ein Geräusch zeigt uns, daß wir nicht alleine sind. Es zeigt sich, daß es Alexa ist, die sich aber nicht bequemt uns mitzuteilen, was sie hier sucht. Allerdings stört sie sich auch nicht an unserer Anwesenheit und hat netterweise die beiden Mafiawächter ausgeschaltet. So plötzlich wie sie aufgetaucht ist verschwindet sie dann auch wieder.
Im Erdgeschoss finden wir endlich was wir suchen, leider bekommen wir mehr als gewünscht, da auf einem Podest mehrere ähnliche Vasen finden, die alle auf die Beschreibung passen. Bei der Untersuchung unterläuft mir ein Missgeschick und die größte der Vasen stürzt zu Boden und zerbricht. Es zeigt sich, daß in dem Porzellan der Vase Adern aus einem merkwürdigen roten Pulver verlaufen. Als sich das Pulver im Zimmer verteilt entwickelt es unheimliche Kräfte und entzündet brennbare Materialien, mit dem es in Berührung kommt. Wir haben Mühe das Pulver zusammenzuhalten und zu verhindern, daß das Haus in Flammen aufgeht.
Einer Eingebung folgend läßt Lil einige Tropfen ihres eigenen Blutes in das Pulver fallen. Dies löst eine Metamorphose aus, der Staub wirbelt durcheinander und ballt sich zu einem faustgroßen blutroten Rubin zusammen. Wir haben scheinbar den Stein des Feuers gefunden!
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