Kapitel 5: Kriegsvorbereitungen
Aus einer verlorenen Zeit
Auf dem Weg zurück nach Fuyoshi untersuchen Jarod "Eye" Shah und Cameron Springs die mysteriöse Beute ihres Rettungsfluges. Als Jarod "Eye" Shah seine Sinne schärft und sein Geist sich mit der Maschine verbindet, erlebt er das Wesen dieser wunderlichen Scheibe - Eine Vision: Sie zeigt ihm das Geschehene um dieses Artefakt: Man befindet sich ein in einem altertümlichen, japanischen Zeit. In der Mitte steht ein Tisch mit einer merkwürdigen Landkarte. Dies ist keine gewöhnliche Karte, sie ist dynamisch und zeigt zunächst nur einen wohlgenährten Händler, wie dieser gemächlich seine Bahnen zieht. Doch bald darauf erscheint die Figur eines metallischen Raubvogels auf der Karte und verfolgt diesen Händler. Nach einiger Zeit gesellen sich zwei weitere Raubvögel, hölzerne, hinzu. Das Spiel beginnt: Die letzteren umkreisen den Händler, als plötzlich deren Augen sich verändern, ja geradezu metallisch erstarren und im Sturzflug auf den Händler zurasen.... ....Die Karte,der Tisch, das Zelt, alles verschwindet in einem immer dichter werdenden Nebel, beginnt zu rotieren und zurück bleibt eine alte Muschel. Aus der Dunkelheit ergreift eine Hand diese Muschel und dreht diese in sich. Die Muschel öffnet sich...und die Vision verblasst.
Auch Cameron Springs nutzt ihre Begabungen und dringt in die Mysterien dieser Kapsel ein. Naja, zumindest versucht sie es, denn ihre Präsenz wird "bemerkt"! Es scheint, das dieses Artefakt ihr eindringen erahnen kann! Es scheint fast als öffne es seine Augen um den unbekannten Gast genauer ins Blick zu fassen und abzuwehren. Viel weiter kommt sie dann auch nicht.
Als Jade Archer in den Frachtraum hinzukommt, wird die Situation besprochen und analysiert, und es kommt ihnen eine Idee, ein letzter Versuch: Jade soll ihre Fähigkeit nutzen um im Inneren dieser Kapsel eine evtl. Öffnungsmechanismus zu entdecken und zu aktivieren. Eine drehende Bewegung um die Muschel zu öffnen. Es funktioniert tatsächlich. die Scheibe teilt sich in eine obere und eine untere Hälfte und zeigt den erstaunten Zuschauern eine verlorengeglaubte Technik. Komprimierte Nuklearenergiesignatur, ein starkes Magnetfeld und Komponenten, welche von Menschen seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen, geschweige denn genutzt wurde. Eine Analyse des Speicherchips zur vergangen Einsätzen, Aktivierungen und Standortdaten ergibt leider keine befriedigende Antwort, da dieser beschädigt ist. Beim genialen Versuch, die Scheibe durch einen "Neustart" zu kontrollieren, misslingt gewaltigt, denn eben jener defekte Speicherchip verhindert eine kontrolliertes "Shut-Down" und erhängt sich in der endlosen Fehlermeldung....
Mit diesen verwirrenden Erlebnissen und der Unsicherheit als auch Uneinigkeit der Gruppe, wie mit dieser Kapsel weiter zu verfahren ist, beschließt man die Kapsel im Frachraum zu sichern und später eine gemeinsame und befriedigende Lösung zu suchen.
Nach der planmäßigen Rückkehr auf die LSS DRAGON, erstattet die Crew Meldung bei Commander Scott Erikson über die erfolgreiche Scoutmission. Nachdem der Bitte um Reparatur der Valkyrie stattgegeben wird, verlässt die Crew die LSS DRAGON um auf Fuyoshi mit dem Frachterkapitän ausführlicher über diesen Überfall zu sprechen.
Beim Transfer zu Station, erblickt Jade Archer einen jungen Legionär, welcher offensichtlich mit seiner Angst um die bevorstehende Schlacht zu kämpfen hat. Sie sucht das Gespräch mit dem Jüngling und ermuntert ihn zu mehr Vertrauen in seine Fahigkeiten - wichtiger noch: Vertrauen in der Stärke und Kraft, Einigkeit und Zusammenhalt der Legion. Dem Garanten der menschlichen Existenz. Ob dieser "Aufmunterungtaktiken" schafft es Jarod "Eye" Shah wieder einmal mit einem trefflichen Satz zum Mittelpunkt dieses Shuttles zu werden: "Die Legion ist auch nicht mehr das, was Sie mal war..". Ein, nicht gerade für seine charmanten Charakterzüge bekannter, Viert-Legionär ist davon nicht sehr begeistert und möchte Jarod davon überzeugen, daß die Legion in der Tat immer noch so stark ist, wie eh und jeh. Er will dies sogar gleich an Ort und Stelle durch eine persönliche Demonstration veranschaulichen, wird aber dann von seiner Vorgesetzten dezent um Zurückhaltung "gebeten" und der Rest des Weges nach Fuyoshi gestaltet sich weniger ereignisreich.
Das Opfer der Piraterie
In der obersten Etage des Turms auf Fuyoshi kehrt man ein in das rustikale Four Clovered Leaf der stets vergnügten, liebeswerten und jovialen Fiona McKenner. Nach einigem Speis und Trank und der offensichtlichen, gegenseitigen Zuneigungsbekundungen zwischen der willigen Fiona McKenner und dem nicht abgeneigten Craig Masters besinnen sich einige dann doch auf den ernsthaften Grund dieses Treffens. In einer Ecke der Lokalität sitzt schon der Frachterkapitän und trint ein Ale nach dem anderen. Dieser wird freundlich aber bestimmt zur der ABI-Patrol-Crew an den Tisch und um seine Sicht der Dinge gebeten. Der grimme alte Mann lockert auf mehrfache Nachfrage seine Zunge und schildert die Ereignisse rund um den Überfall. Im wesentlichen bestätigt sich seine Schilderung mit der abstrakten Vision Jarod "Eye" Shahs. Es bleibt aber nicht umbemerkt, daß er sich wohl unterwegs eine Hauterkrankung eingefangen haben muß, da er sich immerzu hinter seinem Ohr kratzen muß. Nun denn, seine Sache....und man verbringt noch einen schönen Abend bei Fiona McKenner.
Offenbar wurden die Systeme des Frachters blank, kurz bevor die Piraten angriffen. Beherzt jedoch hatte sich der Kapitän hinter sein Bordgeschütz geklemmt und sich offenbar einen furiosen Kampf mit den Piraten geliefert, in dessen Folge zwar der Frachter schwer beschädigt wurde, er jedoch die Piraten zurücktreiben konnte. Die Erzählungen decken sich mit den Eindrücken des Teams.
Welche Haut trage ich?
Am kommenden Tag, nach einer erholsamen Mütze voll Schlaf, reist das Team via Fähre zurück zum Hangar und besichtigen die Reparatur-Arbeiten an Ihrem Schiff. Diese sind gut durchgeführt worden, haben aber Mikrorisse in den Schweissnähten. Auf einige skeptische Nachfragen hin, entschuldigt sich der Wartungstechniker und bietet an, seinen Vorgesetzten zu holen. Auch dieser Techniker kratzte sich wiederholt am rechten Ohr, was dem Team einiges an Skepsis aufwarf. Craig Masters war so gedankenpräsent, bei einer kurzen Berührung an der Schulter des Technikers einen Psi Abdruck zu nehmen, was sich als äusserst intelligente Idee herausstellen sollte. Craig fiel dabei auf, dass der Techniker eine wie auch immer geartete Art von Widerstand gegen Psi in sich trug.
Nun wurde aus Skepsis Argwohn. Als ihnen dieses bewusst wurde, hielten sie Ausschau nach dem Techniker. Doch dieser war ausser Sicht. Also gingen sie zu dem Schichtführer der Hangartechnik und fragten Ihn, nach dem Namen. Dieser entgegnete verwundert, dass er doch krank sei und gar nicht auf dem Hangar sein könne. Nun wurde aus Argwohn Alarmbereitschaft - Craig konzentrierte sich auf den Psi Abdruck und fand Ihn. Schnell hastete das Team durch zivil zugängliche Bereiche des Schiffes und kan an den Unterkünften an, genauer gesagt, an den Männerduschen.
Als die beiden Herren die Duschen betraten, sahen sie den vermeintlichen Techniker, der auch sie sah und sich in diesem Moment nach einer Packung Duschgel bückte und sie einem sehr jungen Piloten gab. Als Craig und Jarod den Techniker ansprechen wollten, spürte Craig, wie der Psi Abdruck an Ihm vorbeiging. Doch die Person, die Ihn trug, war der junge Pilot. Sie Folgten Ihm und wollten Ihn konfrontieren. Dieser sagte nur einmal, dass er in Ruhe gelassen werden wollte und sank immateriell durch den Boden, ein oder mehrere Decks tiefer! Diese Fähigkeit hatte man noch nie bei einem psioniker gesehen? Aberrant? Mutant? Aber dann hätten sie negative Resonanzen spüren müssen?
Nun begann es hektisch zu werden.Im viert untersten Deck fanden sie den Psi Abdruck wieder - dieses mal in Gestalt einer Frau. Der Körpertauscher wand sich um und entgegnete in einer wütenden Stimme "Nun langsam geht Ihr mir auf die Nerven" und ballte die Fäuste. Es gab ein wenig Wortschlagabtausch, dann griff der Eindringling zu anderen Methoden. Aus seinen Händen schoss eine Art sonischer Schockwelle, die Craig direkt auf den Boden bewusstlos sandte. Ein Kampf entbrannte - Cameron stieß die beiden Frauen, mit denen der Körpertauscher sich unterhalten hatte, zur Seite. Jade löste Alarm aus und bemühte sich, den Kontrahenten telekinetisch gefesselt zu halten. Just als dieser seine wahre Gestalt offenbarte - sein Körper verwandelte sich in flüssiges gleissend rot glühendes Plasma und Schwingen aus Feuer breiteten sich hinter seinem Rücken aus - kam die Legionssicherheit. Ein Veteran der vierten Legion, eben jener, mit dem Jarod bereits unangenehmen Kontakt auf der Fähr zu Fuyoshi hatte, war an deren Seite und zog sich Energieklauen über und ging zum Angriff über. Schlag um Schlag prasselten aufeinander ein und auch Jade wurde unangenehm getroffen und eine Rippe brach. Doch sie etablierte nochmals den telekinetischen Griff und der Veteran wähnte sich siegreich.
Doch dann kam das Fiasko - alle Anwesenden spürten, wie der Eindringling, dessen Kräfte eindeutig die eines Mutanten waren (doch ohne negative Resonanz?!), begann gewaltige Mengen von Energie in sich zu sammeln und das Feuer seines Körpers heller zu gleissen begann.
Sie taten das einzig sinnvolle - Jade und Craig hinter sich ziehend, rannten sie zu dem Turbolift und schlugen mit der Faust in purem Überlebenswillen auf den oberst erreichbaren Schalter.