Kapitel 4: Freies Geleit

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Inhaltsverzeichnis

15.Februar 1928 - Chicago

Blake

Wir fahren mit der angeschossenen Hellseherin durch das nächtliche, verschneite Chicago. Unser Ziel ist Chinatown, genauer die Großmutter der kleinen Chinesin. Ich bin mir nicht sicher, ob das eine gute Idee ist, aber wahrscheinlich bleibt uns keine andere Wahl. Die uralte Großmutter schickt uns einige Kräuter zu holen. Als wir aus dem Restaurant treten spricht und ein hühnenhafter Chinese an, der uns für den nächsten Tag zum Anführer der Triaden "bittet". Die Nacht klingt mit einigen Bechern Feigenschnaps aus, die schnell dafür sorgen, daß der Kopf der kleinen Chinesinn auf den Tisch sinkt. Da auch ihre Schwester kein adequater Ersatz zu sein scheint, mache ich mich auf den Fußweg zurück in meine Suite.

Erzähler

Minh-Chais Großmutter versorgt die Schußwunde von Lil Harper. Zum Glück handelt es sich um einen Durchschuß. Ein Steckschuß wäre weitausgefährlicher gewesen. Lil durchschläft die ganze Nacht und erwacht am folgenden Vormittag deutlich gestärkt, wenn auch unter Schmerzen.

16.Februar 1928 - Chicago

Blake

Am Morgen (eher Mittag) erwache ich auf meinem Sofa, scheinbar habe ich es nicht bis in mein Bett geschafft. Ein englisches Frühstück bringt mich wieder auf die Beine. Ich kann nicht widerstehen und muss noch einen Blick auf den Stein werfen. Während ich das tue verfolgen mich die misstrauischen Augen der Echse, die ich Lou nenne.

Später am Tag kommen Lil und die kleine Chinesin zu mir. Sie erwähnen, daß sie Neuigkeiten haben. Sie wollen sie aber erst mitteilen, wenn auch Hannah dabei ist.

Als Hannah eintrifft rücken sie mit der Sprache raus - der Anführer der der Triaden beauftragte sie das Mandschurische Auge zurückzubringen, doch sie wären nur der Aufgbabe würdig, wenn sie eine Vase stehlen, die in Al Capone´s Besitz ist. Nach kurzem Überlegen entscheide ich mich die ganze Aktion zu unterstützen. Wir machen uns am Abend auf, um einen Informanten in Chinatown zu treffen. Unter einem aufkommenden Gewitter fahren wir durch das nächtliche Chicago. Das Taxi bringt uns bis zu dem Tor, das den Eingang nach Chinatown markiert. Eine merkwürdige Gestalt, die Lil schon vor dem Hotel aufgefallen ist taucht auch hier auf. Er eröffnet das Feuer auf uns. In dem aufflammenden Kampf scheint der Mann unverwundbar zu sein. Es gelingt mir eine Auto zu stehlen und fahre ihn damit nieder, aber es ist als ob ich gegen einen Laternenpfahl gefahren wäre, der Wagen ist Schrott und begräbt ihn unter sich. Gerade als wir glauben, wir hätten es hinter uns erhebt er sich unter dem Wagen. Mir bleibt nichts anderes über, als das auflaufende Benzin der Tin Lizzy zu entzünden. Nur knapp entgehen wir der Explosion, die einigen inzwischen aufgetauchten Chinesen das Leben kostet.

Erzähler

Minh-Cai und Lil Harper hatten sich in einem Tempel tief in China Town mit dem Shan Chu, dem Anführer der Triaden, getroffen. Als Lil den Tempel von aussen betrachtet hatte, sah sie auf der Spitze des pagodenartigen Baus eine ungewöhnliche Struktur aus vier quadratisch angeordneten Säulen. Säulen, auf denen eben jene fremd wirkenden geometrischen Symbole zu sehen waren, die sie auch in ihrer Vision gesehen hatte. Der Shan Chu selbst radiierte den Mystizismus und die Macht der Triaden durch seine bloße Anwesenheit, auch wenn er sich bescheiden und in Meditation gab. Viel sagte er Ihnen nicht - das, was aus seinen blumigen Worten herzuleiten war, war:

  • Er würde Ihnen freies Geleit bieten, wenn sie für Ihn eine Vase aus eine der Villen von Al Capone stehlen würden. Unsere Freunde hielten diesen Teil bei einem Nachgespräch für eine Art Prüfung und dass zwischen den Triaden und der Mafia eine Art Spiel oder Krieg toben würde.
  • Das mandschurische Auge soll eines von fünfen sein, die für die Macht der elementaren Drachen stehen. Himmel, Erde, Feuer, Wasser, Geist. Der Saphir selbst soll das Auge des Drachen des Himmels sein. Wenn alle fünf zusammengeführt werden, erfährt der vollziehende grenzenlose Macht
  • In einem unscheinbar wirkenden Seitensatz erwähnte der Shan Chu, dass es keine schlechte Idee wäre, den Stein "nach Hause" zu bringen
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