Kapitel 3: Pier 17

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Kapitel 3: 15. Februar 1928 - Chicago

Blake

Trotz einer nur kurzen Nacht erwachen alle (bis auf Hannah) erfrischt und finden sich gemeinsam an einem oppulent gedeckten Frühstückstisch wieder. Schnell entbrennt eine Diskussion, wie das Problem mit Torrino zu lösen ist.

Ich bemühe mich etwas über die Lagerhalle an den Docks herauszufinden:

Ich rufe Watzlaw an, einen polnischen Hehler, der seine Arbeit von einer Metzgerhalle aus betreibt. Er berichtet mir, daß die Öffentlichkeit dort keinen Zugang mehr hat, nachdem ein ausländischer Investor alles dort vor zehn Tagen gekauft hat. Zwei Schiffe liegen dort vor Anker, eins von ihnen wird emsig beladen, es fährt unter der Flagge von Panama.

Auch Miss Frost hat versucht sich nach Dock 17 zu erkundigen.

Der Rest des Nachmittags vergeht mit Einkäufen, damit sich die Chinesin und ich uns später in den Docks einmal umsehen können.

Ein Taxi bringt uns in die Nähe unseres Ziels, den Rest des Weges legen wir zu Fuß zurück. Trotz der Jahreszeit herrscht hier reges Treiben, zumindest bis wir Pier 17 erreichen. Dort sind die Tore verschlossen.

Die beiden ankernden Schiffe haben die vielsagenden Namen Santa Maria und Pinta. Die Santa Maria wird mit großen Holzkisten beladen. Vor einem der Lagerhäuser steht der schneeweiße Mercedes der Frost. Bei dem Wagen wartet ein Glatzkopf mit Augenklappe, vor dem Tor zu dem Pier stehen zwei Wachen. Wir beziehen auf dem Anbau eines der Lagerhäuser Stellung und beobachten die Szene. Nach kurze Zeit kommt Miss Frost mit einem weiteren Skin aus einer der Hallen und fährt in ihrem Wagen weg. Der dritte macht sich auf den Weg in eine andere Lagerhalle und wir klettern höher um mehr sehen zu können. Aus der Hall leuchtet plötzlich ein gleißend helles Licht und für einen kurzen Moment werden die elektrischen Lichter der Gegend dunkler. Der Glatzkopf kommt verärgert wieder heraus und verschwindet in der Pinta.

Wir sind völlig durchgefroren und kehren dann bald zum Lexingon zurück.

Gegen 23 Uhr brechen wir zu den Docks auf. Der Fahrer des Taxis ist der Grieche, der uns auch schon am Nachmittag gefahren hat und diesmal lasse ich ihn warten. Über Pier 16 nähern wir uns über das Eis den Hallen, die uns interessieren. Während wir die Lage peilen fällt Lil eine Gestalt auf, die aus dem Stand auf eine der Lagerhallen, die dem Pier gegenüberliegen, springt. Wir warten die Runde der Wache noch ab und dann klettern die Chinesin und ich auf das Dach der Halle mit den Lichtschächten. In der Halle sehen wir eine riesige Apparatur mit Röhren, Kristallen und Kondensatoren, die in einer Art Gewehrlauf mündet, der auf eine Strohpuppe gerichtet ist. Gegen Mitternacht treffen drei Limousinen auf dem Gelände an, die Gestalt auf der Lagerhalle erhebt sich. Bei den Ankömmlingen ist überraschenderweise auch Torrino. Frost bringt ihm gegenüber zum Ausdruck, daß sie immer noch das Mandschurische Auge sucht und falls er ihr es bringen könnte sie ihn zum Ausgleich an der Erfindung des Lichtlanzengenerators teilhaben läßt. Die beiden, ein Wissenschaftler namens Dr. Schröder und ein Haufen Leibwächter betreten die Halle. Die Maschine beginnt zu laufen. Ein glühender Lichtstrahl bricht aus ihrem Lauf und die Strohpuppe vergeht. Die Gestalt vom Dach dringt nun ebenfalls in die Lagerhalle ein, wobei sie beeindruckende Fähigkeiten zeigt. Es stellt sich heraus, daß es Alexa ist, die versucht die Abmachung zwischen Torrino und Frost zu verhindern. Ashley und Alexa scheinen sich zu kennen, allerdings nennt sie sie Judith. Judith scheint irgendeiner mächtigen Vereinigung anzugehören.

Dann bricht die Hölle los, Alexa greift Torrino an, alle Wachen ziehen ihre Waffen und feuern hinter ihr her, als sie versucht in unsere Richtung zu entkommen. Wir mischen uns in das Gefecht ein, um unseren Rückzug zu decken. Lil bekommt einen Treffer in die Wade, während wir versuchen über das Eis zu fliehen. Von Alexa aus wabert eine nichtgreifbare Dunkelheit über die Docks in deren Schutz es uns gelingt das rettende Taxi zu erreichen.

Blake

Wir fahren mit der angeschossenen Hellseherin durch das nächtliche, verschneite Chicago. Unser Ziel ist Chinatown, genauer die Großmutter der kleinen Chinesin. Ich bin mir nicht sicher, ob das eine gute Idee ist, aber wahrscheinlich bleibt uns keine andere Wahl. Die uralte Großmutter schickt uns einige Kräuter zu holen. Als wir aus dem Restaurant treten spricht und ein hühnenhafter Chinese an, der uns für den nächsten Tag zum Anführer der Triaden "bittet". Die Nacht klingt mit einigen Bechern Feigenschnaps aus, die schnell dafür sorgen, daß der Kopf der kleinen Chinesinn auf den Tisch sinkt. Da auch ihre Schwester kein adequater Ersatz zu sein scheint, mache ich mich auf den Fußweg zurück in meine Suite.

16.Februar 1928 - Chicago

Am Morgen (eher Mittag) erwache ich auf meinem Sofa, scheinbar habe ich es nicht bis in mein Bett geschafft. Ein englisches Frühstück bringt mich wieder auf die Beine. Ich kann nicht widerstehen und muss noch einen Blick auf den Stein werfen. Während ich das tue verfolgen mich die misstrauischen Augen der Echse, die ich Lou nenne.

Später am Tag kommen Lil und die kleine Chinesin zu mir. Sie erwähnen, daß sie Neuigkeite haben. Sie wollen sie aber erst mitteilen, wenn auch Hannah dabei ist.

Als Hannah eintrifft rücken sie mit der Sprache raus - der Anführer der der Triaden beauftragte sie das Mandschurische Auge zurückzubringen, doch sie wären nur der Aufgbabe würdig, wenn sie eine Vase stehlen, die in Al Capone´s Besitz ist. Nach kurzem Überlegen entscheide ich mich die ganze Aktion zu unterstützen. Wir machen uns am Abend auf, um einen Informanten in Chinatown zu treffen. Unter einem aufkommenden Gewitter


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