Kapitel 22: Portland-Vancouver Arcology
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Auf dem Weg in die Arkologie
Die Landschaft ändert sich nur langsam von niedrigem Bewuchs mit Steppencharakter zu dichter Bewaldung und den ersten Gebirgsausläufern, am Horizont ist bereits die mächtige Silhouette der Arkologie zu erahnen. Bei der Suche nach einem geeigneten Einstiegspunkt auf das Gelände der PVA (Portland-Vancouver-Arkologie) umfährt das Team zunächst die Struktur und legt dann noch einen kurzen Zwischenstop im Vorgebirge ein. Nach eingehender Beratung und einer gewissen Planung über das weitere Vorgehen unmittelbar nach Eintreffen entscheidet man sich für einen Checkpoint auf Höhe von Tacoma bzw. des Olympus-Komplexes.
Tor und Mauer
Je näher man der PVA kommt umso imposanter wird das Bauwerk, zudem wird erst jetzt wirklich klar, wie stark verteidigt und befestigt das Areal wirklich ist. Die Einreise selbst gestaltet sich aufgrund der gefälschten Papiere und einer improvisierten Krankengeschichte als vergleichsweise einfach. Man stattet Artem zwar mit einem "Sick-Button" aus (vgl. mit einem Peilsender: als Auflage der Sicherheitskräfte für Einreisende mit infektiösen Leiden. Die Position des Trägers innerhalb der Arkologie ist so nachvollziehbar bzw. andere Einwohner werden über die Annäherung einer Person mit ansteckenden Krankheiten informiert), man entledigt sich aber nach einer kurzen Reise mit der Red Line des Buttons und gibt diesen bei der örtlichen Niederlassung der Aeon Trinity ab. Kurzzeitig kam der Verdacht auf verfolgt zu werden, einen klaren Beweis gab es jedoch nicht und so bleibt es bei einem bloßen Verdachtsmoment. Das Team nutzt währenddessen auch die Gelegenheit ein wenig Bargeld gegen ortsübliche Kredsticks einzutauschen.
Bar-becue
Nach einem kurzen Zwischenstop in der hiesigen ABI-Niederlassung, um zu klären welche Konzessionen dem anzuwerbenden Teammitglied gemacht werden können, fährt man schnurstracks weiter nach Kent und sucht sich in der Nähe des "Threesixty" ein günstiges Motel. Die Reisenden machen sich nur kurz frisch und nutzen den Abend bereits zu einem ersten Abstecher in die Bar. Das Lokal macht auf Anhieb einen guten Eindruck, das Team wird herzlich durch Barmann James begrüßt und schlägt sich ausgiebig den Bauch mit hausgemachten Rippchen sowie frisch gezapftem Bier voll. Währenddessen erzählt James ausführlich über die Geschichte des "Threesixty" und die geplanten Aktivitäten der Bar innerhalb der nächsten Tage. Scheinbar gibt es hier nicht nur gutes "truemerican Food" und deutsches Bier, sondern auch jeden Tag ein anderes Motto bzw. Unterhaltungsprogramm.
Vorboten des Chaos
Einige Pitcher Bier später kommt es zu einer folgenreichen Begegnung. Während sich das Team lautstark amüsiert und oberflächliche Kontakte mit den anderen Gästen der Bar knüpft, wird ein an der Bar sitzender Mann plötzlich sehr interessant für das Team. Jade kommt mit ihm ins Gespräch und kurze Zeit später sitzt er auch schon mit ihr und den anderen Teammitglieder zusammen am Tisch. Nach kurzer Zeit ist für alle Anwesenden relativ offensichtlich, dass es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen Psioniker handelt. Da Desmond O'Hara, so ist der Name des bärtigen Orgotek-Mitarbeiters, ähnlich viel Bier wie die SDU 003 konsumiert hat löst sich im Verlauf des Gesprächs seine Zunge soweit, dass er offen zugibt ein Mitglied von Orgotek Operations (weiterhin abgekürzt OO) zu sein und er in der Bar sitzt um einen alten Freund wieder zu treffen. Recht schnell ist klar, dass ihm um die gleiche Person geht wie dem Team. Diese Information hält man ihm verständlicherweise vor. Seine Zunge ist sogar so gelöst, dass er in einem unbedachten Moment davon redet für "Option 8" zu arbeiten. Jade und Artem kennen die Gerüchte über eine geheime Abteilung innerhalb von OO, damit wird die geplante Extraktion vermutlich erheblich schwieriger als geplant. Desmond seinen Wort nach nämlich hier um seinen alten Freund für "Option 8" zu rekrutieren. Nach dieser brisanten Info, bei der dem Orgotek-Agenten offensichtlich auch nicht ganz wohl ist sie geäußert zu haben, ist der Abend dann auch rasch vorbei und man geht getrennter Wege. Das Team zieht sich in ihre Hotelzimmer zurück und berät über das weitere Vorgehen. Zunächst versucht man zu klären in wie weit das Auftauchen Desmonds die geplante Extraktion verkomplieren könnte, im weiteren Gespräch kommt aber plötzlich die Idee auf den Agenten ebenfalls rekrutieren zu wollen. Nach einigem Hin-und-her entscheidet man sich diese Option mit ABI abklären zu wollen und trennt sich zur Nachtruhe.
Der Konzern ist die Mutter
Nach einer kurzen Morgenroutine trifft man sich erneut zu einer Lagebesprechung, diesmal in der ABI-Zentrale der PVA. Carter selbst wird über HoloComn in die Beratung einbezogen und nach einer kurzen Erklärung der aktuellen Lage bzw. der sich ergebenden Möglichkeiten wird der Komm-Link auf höchste Geheimhaltung gesetzt. Die Brisanz der aktuellen Situation wird durch Carter bestätigt, gleichzeitig bietet sich jedoch eine unwahrscheinlich große Gelegenheit Orgotek massiven Schaden zu zufügen. Nach einer kurzen Besprechung zwischen Carter und dem Board of Directors (weiterhin BOD) von ABI erhält das Team quasi unbegrenzte Ressourcen zur Abwerbung des Agenten. Die Mission unterliegt spätestens ab diesem Zeitpunkt einer noch wesentlich höheren Geheimhaltungsstufe als noch zu Beginn der Mission. Nach Abschluss der Besprechung kehrt das Team in das Hotel zurück und klärt weitere Details für den kommenden Abend. Danach nutzt man den Rest des Tages zum Auskundschaften der näheren Umgebung der Bar, getarnt als Touristen bewaffnet sich das Team mit einer Foto-Kamera und bummelt durch das Viertel rund um das "Threesixty".
Point of no return
Abends läd das "Threesixty" zum Shrimps-all-you-can-eat. Um nicht aufzufallen zügelt sich das Team diesmal ein wenig. Desmond ist ebenfalls wieder anwesend und man beginnt mit einem gewissen Geplänkel. Zunächst können sich Jade und Artem nicht so recht durchringen ihm ein klares Angebot zu machen weshalb Ramon irgendwann zu einer offenen Konfrontation umschwenkt. Man offenbart sich ihm als ebenfalls psionisch Begabte. Da das Gespräch nun plötzlich von zwanglos/belanglos zu ernst und folgenreich wechselt entschließen SDU 003 und Desmond die Bar zu verlassen um in eines der Hotelzimmer zu wechseln. Dort wird nun endgültig Klartext gesprochen: das Team bietet ihm quasi freie Hand bei der Bestimmung seines Preises. Nach einigem Hin und Her, Drohungen und Zurechtweisungen, kommt man schlussendlich zu einem Ergebnis: Desmond wird die Seiten wechseln. Der Preis dafür ist sein Verschwingen für zwei volle Jahre und im Anschluss dazu freie Hand beim Aufbau einer Spezialeinheit unter der Aegide von ABI. Rechenschaft soll diese neue Abteilung nur dem BOD schuldig sein, die personelle Struktur sowie der Aufgabenbereich des künftigen Konstrukts unterliegt ebenfalls Desmonds alleiniger Entscheidung. Zu diesem Zeitpunkt ist für alle Beteiligten klar, dass es ab diesem Punkt kein Zurück mehr gibt. Alle stimmen dieser Einschätzung zu und Desmond verschwindet vor den Augen der Anwesenden.
Direkt im Anschluss begibt sich das Team erneut in die ABI-Zentrale um die Neuigkeiten an Carter weiter zu geben. Nach Sicherung der Verbindung und Abstimmung mit der Konzernspitze erklärt sich dieser als hoch zufrieden. Bei Abschluss dieses "Projekts", der Abwerbung Desmonds, erwartet das Team eine erhebliche Belohnung innerhalb der Konzernfamilie. Artem nutzt die Gunst der Stunde um gewisse Vorschusslorbeeren für SDU 003 auszuhandeln, Carter stimmt widerwillig zu.
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Auf der Sonnenseite
Der nächste Tag beginnt überaus malerisch: ein lauer Sommermorgen taucht die hellen Strukturen der Arkologie in warmem Licht, Rasensprenkler die präzise geplanten Grünflächen, das Team genießt einen langsamen Start in den Tag. Nach einem späten Frühstück macht man sich gemeinsam auf nach Ocean Shore um den Tag am Strand zu verbringen, Sport und Entspannung. Erst am späten Nachmittag kehren die ABI-Agenten zurück in ihr Apartment und bereiten sich auf den Abend vor. Joe hat den Tag genutzt um eventuelle Routen für die Rückreise zu planen. Nach kurzem Abwägen des Für und Wider entscheidet man sich einstimmig für die Nordroute.
Quiznight!
Am frühen Abend macht sich das Team auf den Weg zum Threesixty, einige Gäste haben sich bereits vor dem Eingang versammelt. Aufgrund einer Reservierung entstehen jedoch keine Wartezeiten, man hat einen der besten Tische direkt in der ersten Reihe ergattert. James, der Barmann, trägt an diesem Abend leider nicht sein Shrimp-Kostüm sondern stattdessen einen unverschämt grellen Anzug in Gold. Nach einer kurzen aber herzlichen Begrüßung werden Snacks und erste Drinks geordert, auch die Zielperson ist bereits anwesend und wird kurzerhand unter dem Vorwand ein Quizteam komplettieren zu müssen an den reservierten Tisch gelotst. Man kommt schnell ins Gespräch und befindet sich direkt auf einer Wellenlänge, Elias Donovan macht auf die Anwesenden einen sehr offenen und charmanten Eindruck.
Die Veranstaltung verläuft zunächst sehr locker und wenig ernst, die kessen Sprüche des Quizmaster lösen die Zungen der Anwesenden schnell. Nach den ersten Fragerunden passiert jedoch etwas überaus verwirrendes: ähnlich wie auf Fuyoshi wird es plötzlich stockdunkel und aus Richtung der Toiletten ist der spitze Schrei einer Frau zu hören. Jade und dem Rest der Teams gefriert das Blut in den Adern. Die Dunkelheit bleibt, von überall dringen seltsame Geräusche an die Ohren der Psioniker. Plötzlich lichtet sich die Dunkelheit ein wenig und mit einem mal sind sich windende Tentakel zu erkennen, sie kommen aus einer der Türen im rückwärtigen Teil der Bar. Artem kann sich ein "Nicht schon wieder" nicht verkneifen, das auch prompt von Donovan registriert wird. Danach machen sich Ramon und Artem daran, die ebenfalls verunsicherten Gäste schrittweise von den sich vortastenden Tentakeln abzuschirmen, während Donovan seelenruhig auf seinem Platz bleibt. Mit einmal erscheint ein Revolverheld mit langem Duster und stellt sich dem Ungetüm, zwei große Colts im Anschlag. Mit einem markigen Spruch auf den Lippen eröffnet er das Feuer und einen Sekundenbruchteil später löst sich die Szenerie komplett auf. Die Stimme des Quizmasters ertönt und bittet die Gäste zu raten, aus welcher Folge von "Rick Danger" die nachgestellte Szene stammt. Die Teammitglieder benötigen einen Augenblick um zu registrieren, dass sie nicht von dem wohlbekannten Aberranten verfolgt wurden sondern lediglich auf eine ausgeklügelte Holo-Projektion hereingefallen sind. Die argwöhnischen Blicke von Donovan, ob ihres auffälligen Verhaltens, bemerken die Psioniker nur am Rande.
Die Stimmung kippt vollends ins Bodenlose als der Quizmaster mit einigen süffisanten Kommentaren die Unbill eines getarnten CSA-Agenten auf sich zieht. Donovan schreitet ein, versucht zu schlichten doch nach einem kurzen Gespräch verschwindet der Quizmaster durch eine Hintertür aus dem Threesixty. Daraufhin entschließt sich das Team den Ort für weitere Gespräch in ihr Apartment zu verlagern, Donovan begleitet sie.
Offene Karten
Nach einem kurzen Vorgeplänkel offenbart sich das Team Donovan gegenüber recht schnell als Psioniker im Auftrag ABI´s. Man erklärt ihm die aktuelle Mission sowie das besondere Interesse ihn als neues Teammitglied zu gewinnen. Mit dem generellen Angebot für einen Vertrag mit ABI zeigt sich Donovan recht schnell einverstanden, bei den dazugehörigen Verhandlungen wird schnell klar, dass sein größtes Interesse seinen Freunden und Verwandten in Barstow gilt. Scheinbar finanziert und unterstützt er die dortigen Truemericans bei ihrem Kampf gegen die FSA. Nach einem ausführlichen Gespräch erbittet er sich eine Nacht Bedenkzeit und verabredet sich mit dem Team zu einem weiteren Treffen am nächsten Tag. Als Treffpunkt wählt man einen touristisch nicht erschlossenen Teil des Strandes bei Ocean Shore.
Nach dem Gehen von Donovan gibt es noch ein kurzes Gespräch mit Joe: scheinbar hat sich zu der Nordroute eine neue Alternative für den Rückweg ergeben. Als neue Route schlägt er vor einen großen Teil des Weges mit einem Hochgeschwindigkeitszug bis Chicago zurück zu legen und von dort aus weiter in die nördlichen Territorien zu reisen. Zur Tarnung für Donovan beschließt man ihn als Organspender zu deklarieren um so lästige Nachfragen auszuweichen. Nach diesem turbulenten und zumindest teilweise erfolgreichen Abend zieht man sich auf die Zimmer zurück.
Surfin´ FSA
Mit einem schlechten Bauchgefühl, das Team befürchtet beschattet zu werden, begibt man sich für das nächste Treffen mit Donovan erneut an den Strand von Ocean Shore. Während Ramon und Artem noch relativ entspannt in ihren Liegestühlen sitzen scheint Jade hingegen eine Ahnung zu haben. Sie verabschiedet sich mit knappen Worten bei den beiden und begibt sich allein Richtung Pier, auf dem ein Beobachter zu sein scheint. Kurze Zeit später beobachten die beiden Psioniker vom Strand aus wie sich Jade über den Pier bewegt, dicht gefolgt von einem auffällig unauffälligen Pärchen, daß ihr den Rückweg abschneiden könnte, sollte sie diesen benötigen. Diese Beobachtung zum Anlass nehmend begibt man sich nun ebenfalls und unauffällig zum Pier, um Jade gegebenenfalls Unterstützung leisten zu können. Die Situation entgleitet zum Glück nicht, ein Shootout stand aber zumindest gefühlt kurz bevor. Ramon wirkt nach diesem Intermezzo sichtlich angespannt. Das Team rafft seine Habseligkeiten zusammen und begibt sich zum nördlichen Teil des Strandes um Donovan zu treffen. Dort angekommen wird der Unterschied zwischen beiden Strandabschnitten schnell offensichtlich: es gibt kaum befestigte Wege, der Strand ist naturbelassen und die anwesenden Locals machen einen überaus raubeinigen Eindruck. Treffpunkt ist die Wellblechhütte einer "Surfergang", angeführt wird dieser wilde Haufen von einem Hünen namens "Tilt". Es werden nur kurze Worte mit Donovan gewechselt, danach verlässt man recht kurzfristig und eigentlich noch mitten im Gespräch mit den Surfern deren Lager. Scheinbar halten Ramon und Donovan die Situation für zu heikel und das Team zieht sich nach der Vereinbarung eines erneuten Treffpunktes streitend zurück. Anlass ist die Situtation am Pier: Ramon wirft Jade vor die Mission sowie das Team durch Unachtsamkeit gefährdet zu haben. Aufgrund des hitzigen Tones der beiden versucht Artem schlichtend einzugreifen.
Teambuilding
Die Diskussion um die Vorgehensweise am Pier wird im Apartment fortgesetzt. Jade ist sich keiner Schuld bewusst, Ramon ist überaus verärgert über das unbedarfte Verhalten der Legionären. Es wird sehr schnell klar, dass sie auf dem Pier versucht hatte einen vermeintlichen Verfolger zu konfrontieren. Gerade dieses Vorhaben wird von Ramon jedoch scharf kritisiert. Da sich die Fronten verhärten versucht Artem erneut schlichtend einzugreifen und macht den beiden Streithähnen klar, dass die Kritik zwar berechtigt war aber in wenig konstruktiver Weise vorgebracht wurde. Daraufhin kann man sich zumindest soweit einigen, dass künftig bei entsprechenden Gefahrensituation zunächst eine Absprache innerhalb des Teams erfolgt bevor gehandelt wird. Mit dieser Lösung scheinen alle Anwesenden leben zu können. Im Anschluss zu diesem klärenden Gespräch teilt Ramon dem Rest des Teams mit, dass man sich in zwei Tagen wieder mit Donovan treffen wird.
Low profile
Die nächsten beiden Tage verbringt das Team bewusst mit den üblichen Touristenaktivitäten, gleichzeitig nutzt Ramon aber auch die Gelegenheit um einige grundsätzliche Punkte des Beschattens an Artem und Jade weiterzugeben. Es handelt sich dabei zwar nur um eine knappe mündliche Unterweisung, aber alle Beteiligten halten dies für eine nützliche Möglichkeit die nächsten zwei Tage zu verbringen. Das seltsame Bauchgefühl wie am Vortag verschwindet langsam, das Team ist sich nach 48 Stunden relativ sicher nicht mehr verfolgt zu werden. Während Ramon die Zeit weiterhin nutzt sich ein wenig mit Surfen zu beschäftigen, verbringt Artem die Zeit damit sich mit den bürokratischen Mechanismen eines Krankentransports in den FSA zu beschäftigen. Gleichzeitig fordert man entsprechend vorbereitete Papiere für Donovan von ABI an.
Nägel mit Köpfen
Gegen Abend trifft man sich erneut mit Donovan im Threesixty, ein paar Bier und Snacks später verlässt man jedoch gemeinsam das Lokal und zieht weiter zu Donovans Apartment. Dort soll das Gespräch in ungestörter Atmosphäre weitergeführt werden. Dort führen die ABI-Agenten ein zähes und überaus intimes Gespräch mit Donovan über ihre jeweilige Motivation für ABI zu arbeiten bzw. die persönlichen Motive jedes Einzelnen. In diesem Gespräch wird recht schnell klar, dass jeder der Anwesenden "Leichen im Keller" hat. Bei Ramon scheint es sich um "Familienangelegenheiten" zu handeln, Jade hat sich mächtige Feinde innerhalb der Legion gemacht, Artem verstrickt sich in Widersprüchen bezüglich seiner "Forschungen" und Donovan scheint ebenfalls nicht ganz glücklich mit einer verpatzten Mission. Das Gespräch ist immer wieder unterbrochen durch beklommenes Schweigen. Besonderes Hindernis für eine erfolgreiche Akquise des geplanten Teammitglieds stellt am Ende die indirekte Zusammenarbeit Reapers mit dem Aberranten Gothic Night dar. Der von Ramon in den Raum geworfene Vorschlag, man könne sich ja als nächstes um Reapers schmutzige Geschäfte kümmern, löst das Problem schließlich, so daß Donovan letztlich einwilligt, für ABI zu arbeiten. Jedoch möchte er bei Orgotek regulär kündigen. Daraufhin schlägt man ihm vor getrennt aus der PVA abzureisen, zunächst das ABI-Team über die avisierte Zugroute und er solle später auf eigene Faust folgen um sich dann in NNY zu treffen. Das Gespräch wird an dieser Stelle einvernehmlich beendet und man verabschiedet sich aus Donovans Apartment.
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Way back home
Das Team macht sich nach der üblichen Morgen-Routine an die Vorbereitungen zur Abreise. Frost prüft, während der Rest sich um Zug-Tickets kümmert, unterschiedliche Reiserouten um im Fall unvorhergesehener Ereignisse schnell reagieren zu können. Das Team ist beim Besuch der Central Station sichtlich beeindruckt durch den gotischen Einfluss auf die Skyline von Vancouver City. Als man sich wieder im Apartment trifft und das weitere Vorgehen zu planen schlägt Artem vor eine Ausreise über den Seeweg in die möglichen Optionen einzubeziehen. Die Idee kommt unerwartet, wird aber vom Team als tauglich befunden. Man wirft die bisherige Planung über Bord und begibt sich zügig in die ABI-Zentrale um die Planänderung an den Konzern weiter zu leiten.
Carter nimmt diese Planänderung positiv auf, es wird mittels der Konzernkanäle schnell ein Frachtschiff lokalisiert. Das Team wird mit einem Hapag-Lloyd-Frachter ausreisen und währenddessen auf dem Schiff für die Transportsicherheit sorgen. Diese Tätigkeit dient sowohl der Tarnung als auch um dem Handelspartner von ABI einen Gefallen anbieten zu können. Das Schiff wird noch zwei Tage im Hafen seine Ladung löschen und dann gen Panama in See stechen. Das Team nutzt die dazwischen liegende Zeit um sich einem eher ungewöhnlichen Training zu unterziehen: Artem unterweist Ramon in einer kompakten Schulung in den Feinheiten der Konzern-Bürokratie. Jade nutzt die Zeit um ein wenig Entspannung zu finden. Derweil erhalten die Teammitglieder auch neue Papiere für die Ausreise aus der PVA.
Der letzte Tag in der PVA bricht an, man wickelt die übliche Routine ab und verabschiedet sich herzlich von der Empfangsdame des Apartment-Komplexes. Sollte man jemals wieder Portland-Vancouver bereisen wird man auf jeden Fall wieder die Apartments nutzen. Die Mag-Line bringt das Team danach schnell zum Hafen, man genießt noch einen letzten, echten Kaffee auf der Erde und stürzt sich dann in das Getümmel des großen Handelshafen. Neben dem geschäftigen Treibens des Hafens fällt schnell die ungewöhnliche Hohe Präsenz des FSA-Militärs auf. Nach einem schier endlos scheinenden Gespräch mit einem Wachoffizier kann das Team sich kurze Zeit später an Bord der Constellation begeben, der Kapitän macht schon auf den ersten Eindruck einen sehr bärbeißigen Eindruck.
Nach ein paar klarstellenden Worten durch den Kapitän nimmt das Team die Frachträume in Augenschein: der riesige Frachter ist bis auf drei Container leer. Komplizierte Abschirm-Mechanismen sowie ein genetisch optimiertes Biest schützen die wertvolle Fracht vor unbefugten Händen und Diebstahl. Kurz vor Verlassen der Hafengewässer kommt es noch zu einem nervenzerreißenden Intermezzo: der Frachter wird von einer FSA-Patrouille zum Halt aufgefordert und ein FSA-Offizier betritt das Schiff. Zwischen dem Offizier, dem Kapitän, Artem und Ramon entbrennt ein nicht enden wollendes Kräftemessen. Nur durch geschicktes Taktieren der beiden Psioniker gelingt es den Offizier soweit aus der Fassung zu bringen, dass er kleinlaut einräumen muss keine rechtliche Handhabe für eine Kontrolle des Frachtraums zu haben und verlässt fluchend das Schiff. Man atmet erleichtert auf und gelangt schließlich in internationale Gewässer. Jade beschäftigt sich währenddessen im Frachtraum mit der Bestie, welche im Übrigen eine gewisse Intelligenz an den Tag legt, und erhält Hinweise auf die transportierte Fracht: scheinbar befindet sich ein genetisch optimierter Hund in einem der Container.
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