Kapitel 1: Auftakt

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Jupiter Mond Io
Während Jade Archer auf einer schmutzigen Minenstation auf der Oberfläche des Vulkanmondes Io gestrandet war und dort auf einen neuen Job wartete, kam Cameron Springs eben genau zu diesem Mond auf Ihrem etwas überhasteten Aufbruch von der Erde. Es war der erstverfügbare und günstigte Flug nach ihrer Kündigung und schließlich hatte sie etwas in Ihrem Besitz, was früher oder später als fehlend auffallen würde.....

In einer dreckigen Bar sollten die beiden sich kennenlernen und durch einen randalierenden Betrunkenen, der sie bedrohte, auch näher zusammenrücken. Der Betrunkene wurde zwar von einem Team von Legionären der 7ten Legion gestoppt, die auf der Station gelandet waren, um auf ihrer Patrouillie eine Pause zu machen, aber das tat nicht viel zur Sache.

Beide brauchten Geld und suchten über die Terminals nach ausgeschriebenen Jobs. Nach einigen hundert getöteten Ratten, vielen gereinigten Luftschächten und diversen Reparaturen an Bohrspitzen der Minenschiffe fanden sie endlich zumindest einen Lichtblick. Zwei Frachter sollten nach Fuyoshi eskortiert werden.

Die Aussicht aus diesem Drecksloch zu entkommen und auf der hochbelebten Station im Asteroidengürtel etwas lukrativeres zu finden, lockte beide, den Patroullienauftrag anzunehmen. Mit einem gestellten Schiff eines Minenkonsortiums begleiteten sie die Frachter und erreichten ohne Zwischenfälle Fuyoshi.

Fast eine Katastrophe...

Craig Masters und Jarod Shah indes erhielten unabhängig voneinander eine Einladung auf Fuyoshi, um dort mit einem interessierten möglichen künftigen Arbeitgeber zusammenzutreffen. Der Transfer durch ein ziviles Shuttle mit Zwischenstop Olympus verlief ohne Zwischenfälle und ruhig. Lediglich die Anwesenheit einer Psionikerin wurde von Craig Masters an Bord der Shuttles festgestellt. Nach einer unauffälligen Suche durch Umsehen sah er eine vermeintliche Japanerin in dunklem Businessdress mit langen glatten schwarzen Haaren, die einen Koffer auf Ihrem Schoß hütete, als wäre er ein wertvolles Kleinod.

Die Einladung kam von der ABI, der Amalgamated Business Interests, einen Multikonzern, der als Shareholder hinter einer großen Anzahl von Minenkonsortien steht.

Bei der Ankunft auf Fuyoshi jedoch kam es zu einem Zwischenfall. Während die Passagiere des Shuttles in die Station eincheckten und diverse Formalitäten abhandelten, erklangen die Alarmsirenen. Über die Lautsprecher wurde jeder auf dem Landedeck sofort aufgefordert selbiges so schnell wie möglich zu verlassen - ein Jäger der 7ten Legion mit Triebwerksschaden kam deutlich zu schnell in die Landebucht.

Sicht auf das Raumdock
Vollautomatische Sicherungsanlagen bliesen Luftkissen auf, spannten Stahltrossen knapp über dem Boden auf Kniehöhe, um den reinschiessenden Jäger aufzufangen. Sicherheitskräfte evakuierten das Deck. Doch dann geschah es auch schon - durch das erste Energiegitter hereinrasend, zu schnell, als das die zweite Sicherheitsbarriere etabliert werden konnte, um das Vakuum des Alls draußen zu halten, krachte der Jäger in das Deck. Als die Flügelspitzen über dem Boden und die Stahlwände kratzen, sprühten weit Funken auf und die Energieleiter der Barrieren wurden abgerissen. Sofort brach das Vakuum herein und der Unterdruck drohte die Menschen herauszureißen. Panik und Chaos dominierten diese wenigen Sekunden und der Jäger, zu schnell, brach durch die Seile hindurch, zerfetzte sie und raste auf eine Menschenmenge zu, die kreischend vor den sich aufblasenden Luftpolstern stand.

Jarod Shah rettete ein Kind, Craig Masters suchte Sicherung an einer Stahlkonstruktion. In diesem Moment hörte er ein aufgeregtes Rufen, als ein Koffer an Ihm vorbeigesogen wurde. Eben jener Koffer der Japanerin. Geistesgegenwärtig griff er danach.

Der Pilot des Jägers indes schaffte das fast unmögliche, indem er durch die Seitenschubdüsen und Gegenschub den Jäger auf dem engen Raum des Landedecks wendete. Durch Zünden des Nachbrenners versuchte er sich aus dem Deck wieder herauszukatapultieren. Dass jedoch die kreischende Menschenmenge hinter Ihm sich befand, schien Ihm entgangen zu sein – doch genau zu dem Moment, da die Menschen hinter Ihm zu Asche verbrannt worden wären, erfüllte ein gleißender Lichtblitz das Deck und die Menschen hinter dem umgewandten Jäger waren mehrere 10 Meter weiter links in Sicherheit – zwischen Ihnen stand die Japanerin und sank erschöpft zu Boden.

Auch Jade Archer war zugegen und von dem Zwischenfall überrascht worden – allerdings stand sie weiter oben und war so nicht direkt in der Gefahrenzone – und so sah sie auch, dass die Stahlnotschotts sich gerade schlossen und der Jäger unwillkürlich an der Stahlwand zerschellen würde. Kraft ihrer Telekinese blockierte sie das Tor und stemmte es entgegen der Mechanik noch weiter auf. - Der Jäger entkam in die Schwärze des Alls.

Der Rest war ein Hereinschwärmen des Notfallpersonals, Befragung der Zeugen und ein Behandeln der Verletzten. Nach diesem Fiasko gingen Jarod Shah und Craig Masters in ihr Hotel – die hiesige Niederlassung des Golden Ambassador.



Zu Kapitel 2: Zusammenführung

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