Kapitel 15: Dock 17

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Inhaltsverzeichnis

Geplänkel und Medizinisches

Die Nacht nach dem ereignisreichen Treffen in den unteren Ebenen ist kurz, denn schon in den frühen Morgenstunden ist Jade wieder auf den Beinen. Aufgeweckt durch ihr geschäftiges Treiben wird auch Artem wesentlich früher wach als geplant und beide beschließen den neuen Tag ruhig zu beginnen, in einem lauschige, kleinen Cafe auf den oberen Decks. Die beiden wechseln während des Frühstücks nur wenige Worte, Artem hat Fragen zu möglicher Hilfe der auf Fuyoshi stationierten Legionäre bei einem taktischen Training. Gleichzeitig organisieren die beiden mit dem Stellvertreter von Dr. Walther einen Termin zur Synchronisierung ihrer Bio-Needler. In wahrsten Sinne des Wortes überschattet wird das Frühstück lediglich durch das Flaggschiff Dingane.

Der schwarze Bauch des Schiffs, geschmückt mit dem weißen Totenschädel der Vierten Legion schwebt gemächlich über die Station und dockt wenig später an. Man diskutiert über das Erscheinen der Legion und nutzt diese Gelegenheit mit Marsden Kontakt aufzunehmen. Er scheint von dem Erscheinen der Vierten Legion nicht überrascht, kann aber zu dem Grund ihrer Anwesenheit keine klaren Informationen geben. Eventuell ist Schiff auf dem Weg zum Mars, um sich dort mit anderen Schiffen einem großen Verband anzuschließen. Gerüchteweise gab es bereits vor Jahren eine große Offensive gegen den Mars, dabei soll angeblich ein persönlicher Schlagabtausch zwischen der Kolonie und General Proxy Solveigh Larrsen stattgefunden haben. Diese Informationen erhalten die beiden Protagonisten zu einem späteren Zeitpunkt durch Cho Harders. Jade und Artem bitten Marsden noch um eine Möglichkeit Schusswaffen-Training zu absolvieren, der Doktor möchte sich in diesem Punkt weiterbilden, und erhalten daher den Zugangscode für die Schießbahn der Stations-Sicherheit. Diese befindet sich in einem abgelegenen Winkel der Station und ist nur über die Redline erreichbar.

Nach dem ausgiebigen Frühstück begeben sich Artem und Jade auf die "provisorische Krankenstation" in Dock 6. Schnell wird klar, dass die Bezeichnung "provisorisch" nur scherzhaft zu verstehen ist. Stationspersonal und Legion haben hier eine zwar kurzfristig errichtete, aber überaus modern eingerichtete, medizinische Einrichtung auf die Beine gestellt. Wir werden dort nach kurzer Wartezeit von Dr. Statton, dem fülligen Vertreter von Dr. Walther in Empfang genommen. Nach dem üblichen Smalltalk beginnen wir direkt mit den Routinen für den biotechnologischen Anpassungsvorgang unserer Needler. Da keine Notwendigkeit besteht die ganze Zeit über auf der Krankenstation zu bleiben, beschließen Jade und Artem die nächsten 12 Stunden gemeinsam im Hab zu verbringen. Während der nächsten 12 Stunden beschäftigt sich Dr. Petersen mit den Legions-Schulungsunterlagen zum Thema "Small Unit Tactics", Jade hingegen ist etwas beeinträchtigt durch den Anpassungsvorgang. Ansonsten verstreicht die Zeit ereignislos und beiden kehren nach dem halben Tag auf die Krankenstation zurück. Der Vorgang ist erfolgreich abgeschlossen, Dr. Statton hat keinerlei medizinische Bedenken. Schon im Gehen begriffen bittet er uns aber, ein Auge auf Dr. Walther zu haben. Auch ihm ist schon nach kurzer Zeit aufgefallen, dass Dr. Walther zu viel arbeitet und zu wenig schläft. Man vereinbart ein Auge auf diese Sache zu haben.

Frieden mit Aiko

Da Jade und Artem gegen Abend noch ein wenig Appetit verspüren, beschließen die beiden noch einen kleinen Snack zu essen. Zur Abwechslung entscheiden sich die beiden für asiatisches Essen und steuern daher das Asian Palace an. Neben einem schmackhaften Essen kommt es dort zu einer interessanten Begegnung: Ichiko Aiko sowie ihr Vorgesetzter Snr Diplomat Cho Harders. Die beiden ungleichen Paare essen zunächst getrennt voneinander, beschließen aber sich nach dem Essen an der Bar zu treffen. Jade und Artem nutzen die Gelegenheit sich besser kennen zu lernen. Artem erzählt ihr seinen vollständigen Lebenslauf, von frühster Kindheit an bis zur Gegenwart. Dabei wird erneut klar, dass die molekular-medizinische Forschung für Artem die größte Priorität. Bei dieser Gelegenheit beschließen die beiden auch in nächster Zeit ein klärendes Gespräch mit Cameron zu führen, Ziel des Gesprächs soll u.a. die Verbesserung der Teamstrukturen sein aber die beiden wollen auch verhindern, dass Cameron ernsthafte Konsequenzen für ihr unangepasstes Verhalten gegenüber Carter und ABI zu spüren bekommt.

Nach kleinen, schon fast obligatorischen Sticheleien beschließen Aiko und Artem Frieden zu schließen und man verbringt den Abend zu viert in lockerer Runde an der Bar. Während sich Jade und Cho einen exquisiten Schnaps teilen kommt er zum Eklat mit einem offensichtlichen Yakuza-Anhänger, da dieser als Gast des Restaurants Streit mit einer Bedienung anfängt. Scheinbar hatten die angebotenen Speisen nicht die von ihm erwartete Qualität. Als Artem sich in diesen Streit zugunsten der jungen Kellnerin einmischt kommt es zu einem kurzen Standoff, der Yakuza sucht aber das Weite. Die Kellnerin bedankt sich bei Artem und die kleine Gruppe erhält für den Rest des Abends freie Drinks.

Die ewige Schlange

Die verschüchterte Bedienstete spricht Artem gegenüber darüber, dass die Yakuza auf der Station eine "ewige Schlange" verehren und sich wohl im Krieg befinden mit einem Eisernen Ritter. Interessanterweise sprach Cho nur wenige Minuten zuvor von einem stählernen Schiff, das sich selbst verformen könne.

Nach dieser zeitweiligen Aufregung endet der Abend ruhig, Cho und Jade unterhalten sich lange an der Bar. Artem und Aiko nutzen die Zeit zum Tanzen und verständigen sich dabei auf einen "Reset" ihrer Beziehung. Aiko schlägt vor neu zu beginnen und sich nun ein wenig unverbindlicher gegenüber einander zu verhalten.

Als die anderen die Bar verlassen haben bittet Artem den Barkeeper um einen Gefallen: da schon während des Streits abzusehen war, dass es im Anschluss weiteren Ärger mit dem Yakuza und seinen Leuten gegen würde, stellt Artem Fragen dazu, wie eine standesgemäße Entschuldigung für den Yakuza-Unterboss aussehen könnte. Der Barkeeper empfiehlt ihm daraufhin ein traditionelles Entschuldigungsschreiben. Da dieses in der entsprechenden Sprache und Kalligraphie verfasst werden sollte, bittet Artem den Barkeeper alles zu arrangieren und sich dann wieder bei ihm zu melden. Zusammen mit einem starken Magen-Medikament soll das Präsent dann an den Yakuza geschickt werden.

Nach dieser Unterredung macht sich Dr. Petersen auf den Weg in sein Hab. Da sich schnell das Gefühl einstellt verfolgt zu werden, ändert er seinen Kurs und schlendert weiter über die Promenade. Als er für einen Moment auf einer Bank Platz nimmt, erscheint ein vermummter Krieger, vermutlich ein Shinobi oder Ninja, und überreicht einen schwarzen Origami-Schwan. Im Anschluss an diese Begegnung liegt ein leichter Taint-Geruch in der Luft. Ein weiterer Hinweis auf eine Verbindung zwischen den Yakuzaund dem Aberranten.

Zugriff auf das strahlenverseuchte Dock

Der nächste Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück sowie einen kurzen Gespräch mit Marsden; dabei stellt sich heraus, dass ein Service-Team nötig sein wird um Zugang zu Dock 17 zu erhalten. Nach weiteren Schiess-Übungen und einem umfangreichen Mittagessen brechen Artem und Jade dann zu Dock 17 auf.

Dort werden treffen sie auf einen mürrischen Service-Techniker, der nach einem kurzen Scan den Verdacht bestätigen kann, dass Dock 17 überhaupt nicht verstrahlt ist. Er verschwindet wortlos nachdem er den Noethikern Zugang zum Dock verschafft hat.

Überraschenderweise ist das Dock nicht leer, sondern scheinbar wird gerade die Maria, das Schiff von Bloodripper Jeanette beladen. Nachdem die anwesende Crew die Verwunderung hinter sich gelassen hatte beginnt ein hitziges Feuergefecht zwischen den Piraten und den ABI-Leuten. Artem kann zu dem Gefecht nur wenig beitragen und hält Jade lediglich den Rücken frei. Diese stürzt sich ohne langes Zögern mitten in den Kampf und schaltet einen Pirat nach dem anderen aus.

Das Gefecht wendet sich erst mit dem Erscheinen von Jeanette persönlich und es entbrennt ein tödlicher Zweikampf, der Verdacht, dass es sich bei Jeanette um eine Noethikern unbekannter Art handelt, bestätigt sich. Ganz offensichtlich besitzt sie Gaben der Quantenkineten, denn sie ist in der Lage bspw. aus der leeren Luft heraus eine Mauer zwischen sich und Jade entstehen zu lassen. Als einer der Piraten beschließt Artem mit einem Schiffsgeschütz unter Feuer zu nehmen, endet das Gefecht für den Äskulapianer in tiefer Bewusstlosigkeit. Das Letzte, was er sieht bevor sich die Welt verdunkelt, sind stählerne Engelsschwingen. Der Kampf geht währenddessen mit unverminderter Härte weiter und endet damit, dass Jade die Piraten am Start hindert und die Maria von Piratenschleppern aus der Station gezogen werden muss.

Da Artem in den ersten Sekunden des Kampfes eine Nachricht an Marsden gesandt hatte, erscheinen kurz nach der Flucht von Jeannette schwer gerüstete Legionäre in Begleitung eines Feldarztes. Dieser kümmert sich umgehend um Artem, der schwerste Verbrennungen erlitten hatte. Nach kurzem Informationsaustausch starten bereits Abfangjäger der 4.Legion und der LSS TALLAHASSEE um den Piraten nachzustellen. Nach diesem ereignisreichen Tag endet der Abend für Jade und Artem in deren Hab. Erschöpft sinken die beiden in einen unruhigen Schlaf.


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