Kapitel 11: Vorbereitungen
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Blake
24. Februar 1928 - Chicago
Uns beschleicht das wage Gefühl, daß wir nicht die einzigen sind, die den Stein suchen, den wir beim US Militär wähnen. Diese verdammten Deutschen und ihre undurchsichtigen Machenschaften...
Kurze Nachforschungen ergeben, dass uns alle bisherigen Hinweise zu dem Militärstützpunkt Fort Prudentville führen. Der Komplex ist am Südufer des Houghton Lake gelegen, was eine Reise bedeutet, die wir nicht mehr mit dem Auto machen können. Es wird uns also nichts anderes übrig bleiben, als zu versuchen ein Flugzeug zu organisieren.
Nachdem ich ein Telegramm von Brass bekommen habe scheint sich zumindest eine wage Möglichkeit zu ergeben, allerdings wird es nicht leicht sein, einen Kontakt zu ihr herzustellen. Es bleibt mal wieder nichts als zu warten.
Um die Zeit sinnvoll zu nutzen machen wir uns auf den Weg zu Victor, in der Hoffnung er hätte vielleicht etwas über den Einbruch bei Bankier Rosenthal gehört. Seine Empfangsdame Jean empfängt uns übertrieben herzlich, stellt uns aber einen sofortigen Termin in Aussicht. Wir vertreiben uns die Wartezeit mit einem guten Tropfen und der beeindruckenden Aussicht auf seiner Terasse. Weniger schön ist allerdings der Anblick von zwei glatzköpfigen deutschen Offizieren, die Lafayettes Büro verlassen. Welche dunklen Geschäfte treibt er mit dieser Brut wohl?
Nach einem kurzen Geplänkel konfrontiere ich ihn damit, aber er behauptet nicht zu wissen, dass es Deutsche Offiziere waren. Angesprochen auf unser eigentliches Anliegen lässt er sich überreden einen Teil seiner Informaionen mit uns zu teilen. Er erzählt uns von einer Verbindung von einflussreichen Geschäftsmännern, die Das Archiv betreiben, eine Sammlung allerlei nützlicher Informationsquellen unter denen sich auch Abschriften der Rollen zu finden sein sollen, die als Vorlage für die gestohlenen Bücher dienten. Indem wir Victor einen großen Teil unserer Geschichte und die der Steine berichten und ihn so ins Vertrauen ziehen, sagt er uns zu die Rollen zu überlassen. Er hilft uns sogar noch weiter indem er uns den Kontakt zu einem Piloten namens Jakob Stefokowski vermittelt, dem Chef einer Art Kunstflugshow. Wir sollen ihn noch an diesem Abend treffen.
Nach der Verabschiedung von Victor tätigen wir noch einen Großeinkauf bei Globetrotter um uns für unsere Reise zu rüsten. Am Abend treffen wir dann Stefokowski in einem französischen Restaurant "Das Schöne Leben".
Es stellt sich heraus, daß Jakob ein Draufgänger mit ziemlich schlechten Manieren ist, dafür aber das Herz am rechten Fleck trägt. Auch ihm erzählen wir schlußendlich mehr als wir wollen, gewinnen ihn damit aber für unser Vorhaben, er erklärt sich bereit uns zu begleiten.
Anerkannte EP: 3+1 für Wiki Arbeit
Erzähler
Als die Freunde das Lokal verlassen, empfängt sie ein heftiger Wolkenbruch, der sich zu einem Starkregen entwickelt. Mit einem Taxi erreichen sie jedoch ohne Probleme das Lexington Hotel. Dort angekommen, wartet bereits ein Umschlag von Victor Lafayette auf Lucian Blake. Oben in der Suite angekommen, öffnen sie den Umschlag und finden eine handgezeichnete Skizze des Plans von Fort Prudenville und zwei Fotografien eines Gebäudes mit einem fremdartigen käfigähnlichem Turm. Sie betrachten die Bilder noch ein wenig, beschliessen dann aber, genaueres zu planen, wenn sie vor Ort sind
25. Februar 1928 - Chicago
Nach einem üppigen Frühstück brechen sie nach China Town auf, wo sie wiederum ein taxi hinbringt. In China Town wird Minh-Cai angehalten von einer greisen Frau, die Ihr eine handgefaltete Lotusblüte überreicht, ein Zeichen für eine sichere Wiederkehr nach einer gefährlichen Reise und generell innere Zuversicht. Am Tempel angekommen, wartet der junge Mönch, der die Freunde schon mehrfach empfangen hat, bereits an der Pforte und geleitet sie ins Innere. Durch das schnelle Schlagen mehrerer Gongs wird ein Geheimmechanismus aktiviert und der Schrein fährt zur Seite, von großen Zahnrädern bewegt. Unter den Schrein führt eine Treppe in die Tiefe. Unten angekommen, stellen sie fest, dass sie offenbar in einem überbauten Teil von Chicago sind, der einst oberirdisch war. Überall sieht man Strassenschilder oder Eingänge zu verfallenen Häusern, die von der Last der Erde drüber schwer beschädigt sind. Der junge Mönch (Tan-Do) führt sie zum Shan-Chu, der Ihnen einige Fragen stellt, die dem Zweck der Erleuchtung und Selbsterkenntnis dienten. Dann konfrontierte er sie mit dem Namen ihrer Vorgänger, aus der Zeit der letzten Inkarnation der Drachenkriegerin und sprach von Ihrer Vergangenheit. Lucians früheres Ich wurde offenbar von der Drachenkriegerin vom Galgen gerettet, während Lils Vorgängerin eine Art Tempeldienerin oder Priesterin war, die aus einem Tempel der schwarzen Sonne gerettet wurde. Nach diesem anfänglichen Geplänkel führte der Shan-Chu sie in eine Kammer, in der mit Stoffen abgetrennte Bereiche errichtet wurden und ein großer Keramikzuber mit heissem Wasser wartet.
Blake - Immer wenn ich Chinatown betrete überkommt mich das merkwürdige Gefühl nicht nur in einem fernen Land zu sein, sondern auch eine andere Zeit zu betreten. Der Eindruck eine Art Fremdkörper zu sein, fast wie ein Fleck auf einer ansonsten perfekten Leinwand, vergeht nie ganz.
Zurückkommend auf den Hinweis, des Shan-Chu, dass er viel zu viel Zeit verstreichen lassen habe, erklärte er die Gaben, die Ihnen über uralte chinesische Tätowierungsmagie, gegeben werden sollten. Minh-Cai würde die Gabe erhalten, ihre Gegner viele Meter weit weg zu schleudern und durch nahe zu jedes Material zu schlagen. Lucians Klingenführung wäre dem Biß einer Kobra gleich und dem Schatten glech würde er sich verbergen können. Lil bekam letztendlich die Gabe, vor dem Auge des Feindes verschwinden zu können und ihre Hände auch auf Distanz nutzen zu können, rein durch die Kraft des Geistes.
Nach einem Bad in dem Zuber und dem Genuß von Opium werden letztendlich alle tätowiert. Die Prozedur ist langwierig und durch den Genuß des Opiums jedoch weit entfernt von jeglicher Wahrnehmung. Letztendlich erwachen alle 3 Tage später, die tätowierten Stellen von Laken mit einer weissen Paste bedeckt, aber nur noch leicht gereizt und kleiden sich wieder an. Offenbar haben sie in der Zeit gegessen, denn es stehen Lebensmittelreste auf Tellern an den Betten, auf denen sie lagen. Ebenso steht ein Tigelchen bereit mit weiterer Paste, wohl zum Mitnehmen gedacht. Von den drei alten Tätowierern fehlt jede Spur. Der junge Mönch nimmt sie wieder in Empfang und bringt sie in einen größeren Raum, der einst Teil der "Königlich britischen Balettschule" war. Dort gibt Ihnen der Shan-Chu Gelegenheit, ihre neuen Fähigkeiten ausgiebig gegen seine 6 besten Schüler zu testen.
Blake - Die neugewonnen Kräfte sind fantastisch, allerdings könnte ich sie mehr genießen, wenn ich nicht den starken Eindruck hätte, dass ich sie noch öfter brauchen werden als es mir lieb sein wird. Sollte ich diesen Gedanken wirklich länger nachhängen? Wie schnell hat sich mein ohnehin nicht einfaches Leben verändert - Magie, Drachen, mytische Steine und alte Legenden. Glaube ich das alles wirklich schon...
Sie bedanken sich für alles, der Shan-Chu, der Lehrmeister der Drachenkriegerin wünscht seinen Segen für die Besorgung des Auge des Wasserdrachens und sie werden wieder aus den Katakomben herausgeführt und fahren zurück ins Lexington. Minh-Cai macht klar, dass sie den Shan-Chu als Lehrmeister akzeptiert, aber seine Aktivität als Führer der Triaden verdammt, woraufhin dieser entgegnet, dass wenn die Zeit gekommen ist, dass der Schüler über den Meister aufbegehrt, dann soll diese Zeit gekommen sein.
28. Februar 1928 - Chicago
Nach einer Pause kontaktieren sie Jakob Stefokowski, der über ein Telefon einer nahen Bar zu erreichen ist. Er vereinbart ein Treffen in 3 Stunden, auf dem nördlichen Rollfeld in Gary bei der stillgelegten Stahlfabrik. Sie packen ihre Sachen zusammen, machen sich fertig für einen. Sie brechen wiederum mit Taxen auf und werden zu einem alten Fabrikgelände geführt. Dort angekommen, verschaffen Sie sich Zugang zu dem Gelände, in dem sie sich durch die Gitter des verschlossenen Tores zwängen und gehen auf die Gebäude zu. Bald hören Sie schon das Röhren eines Flugzeugmotors und als sie um die Ecke drehen, sehen sie einen Farbigen, der etwas abseits stehend eine Zigarette raucht und sofort eine Waffe zieht. Schnell klärt sich die Situation, als Jakob "Jake" Stefokowski dazu gerufen wird und auch eine alte Bekannte, Brass, dazu kommt. Letztere arbeitet gerade an einem Lasttest mit einem Mr Donnighal in einer Werkstatt in einer der verlassenen Industriehallen. Auf dem Rollfeld stehen schon zwei dunkelblau lackierte Doppeldecker bereit, an welchen Kufen für die späterer Wasserlandung montiert werden und Netze unter dem Rumpf aufgespannt werden, um dort das Gepäck zu lagern. Man unterhält sich noch etwas, tauscht sich aus und nimmt einen kräftigenden Schluck eines klaren Schnapses. In der Zwischenzeit explodiert etwas bei dem Lasttest und Mr Donnighal ruft Brass wieder zu sich, kommt voller Ruß aus der Werkstatt. Es scheint sich um keinen grossen Zwischenfall gehandelt zu haben, bei dem niemand zu Schaden kam.
Vielleicht hätte es mich wundern sollen Brass gerade hier wiederzusehen. Vielleicht! So aber nehme ich das als einen der vielen Zufälle (?) zur Kenntnis, die unseren Weg vorzuzeichnen zu scheinen. Sie scheint sich in dieser bunte Menagerie von außergewöhnlichen Personen gut einzufügen, zu der wohl auch wir seit Kurzem (wirklich?) gehören.
Letztendlich geht man zu den Maschinen, verläd das Gepäck und startet mit viel Lärm. Unsere Freunde geniessen den Flug, waren nie zuvor auf einem Flugzeug und sehen sich die ganze Zeit begeistert um. Letztendlich erreicht man nach 3 Stunden Flug Houghton Lake und landet dort hinter einer Landzunge. Die Flugzeuge werden festgemacht an Bäumen mit Seilen, Mick, der andere Pilot, bleibt an den Maschinen und gemeinsam mit Jake geht es auf in den Wald. Den Städtern fällt das Laufen auf unebenem Boden recht schwer, so müssen häufiger Pausen eingelegt werden, auch wenn sie nur wenige Kilometer überbrücken wollen bis zum avisierten Rastplatz.Früh fällt die Stille im Wald und die nur spärlichen Geräusche auf. Nach guter Stunde Fußmarsch ertönt ein gewaltiger Knall und ein knisterndes Rauschen, als wenige Kilometer vor Ihnen, wohl aus Fort Prudenville, ein großer Blitz, mehr ein mannbreiter Strahl in die Wolken über dem See fährt und die Wolken zum Glühen und Drehen. Das Ganze wiederholt sich nach etwas über einer weiteren Stunde. Zwischenzeitlich fallen einige tote Fische auf, die mit dem Bauch nach oben auf dem See treiben und langsam von einer Strömung, hervorgerufen durch die Unterwasserhöhlen, die die Seen verbinden, bewegt werden. Mittlerweile bricht die Dämmerung ein und so beschliesst man, zu rasten. Jake findet eine natürliche Grube, unter einem umgestürzten riesigen Baum, dessen Wurzelwerk aus der Erde gerissen wurde und so für ordentlichen Sichtschutz sorgt.
Während des Abendessens, Gulasch aus der Dose und Hartkekse, unterhält man sich und lernt sich besser kennen. Jake hat das eine oder andere Mal für Donnighal und "seine Jungs", eine Art Herrenclub, gearbeitet, seitdem der Studienfreund von Donnighal, ein gewisser Max Mercer, dem Fliegerzirkus Geld geliehen hat, als es diesen sehr schlecht ging .Seitdem bedankt sich der Fliegerzirkus mit Botendiensten überall auf der Welt. Donnighal wiederum stand irgendwann bei Brass in der Ausweichwerkstatt und wollte ihre Hilfe. Jake schwärmt von seiner Genialität. Dank seines Wissens im naturwissenschaftlichen Bereich identifiziert er den turmartigen Aufbau auf dem Gebäude im Fort als Teslaspule und das Gitter drumherum als Faradayscher Käfig, der offenbar die Spannung kanalisieren soll. Oben auf dem Turm meint er einen kreisförmigen Haltering zu sehen. Man mutmasst, dass dort das Auge des Wasserdrachen aufbewahrt wird und als Fokus dienen soll.
Er bemerkt Lils neue telekinetischen Kräfte und wird neugierig, erfährt dabei das eine oder andere von den Freunden, hört auch von Alexa Grünbaum und ihrer Beherrschung der Schatten. Er wirkt weder sonderlich schockiert, noch aus allen Häusschen. Vermutlich hat er bereits Kontakte mit Menschen mit diesen Kräften.
Man beschliesst noch zu warten, bis die Dunkelheit ganz hereingebrochen ist und will dann zum Fort pirschen, um es als erste Maßnahme aus der Ferne mit der Drei-Linsen-Brille zu betrachten.
Blake - Mich deucht das uns keine Zeit für lange Planungen bleibt. Selten war ich gezwungen derartige Unternehmungen ohne dezidierte Vorbereitungen zu unternehmen, aber mein Gefühl sagt mir, dass die Zeiten sich geändert haben.
Anerkannte EP: 2
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