Kapitel 10: Landurlaub

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Inhaltsverzeichnis

Lügen

Wenige Tage vor der Landung auf Fuyoshi setzte sich das Team zusammen und besprach, was man in den Bericht schreiben wolle. Immerhin ist das Fehlen von vielen Tagen zu erklären, wie auch die schweren Beschädigungen der Valkyrie und die notdürftigen Erklärungen. Nach vielen Stunden des Hin- und Her kam das Team zu folgender Variante

  • Als sie die Relaistation wieder in Kraft gesetzt hatten, wurden sie von Piraten angegriffen, die die Chance nutzen wollten, sich die Valkyrie anzueignen. Nur Cameron gestah ihr Psionikerdasein ein, während die anderen ihre wahre Natur verbargen und sich gefangen liessen nehmen, Die Piraten haben das Schiff notdürftig repariert, dann hat das Team die Piraten überwältigt und ihr Schiff befreit. Verfolgt werden konnten sie nicht, da Cameron die Elektronik des Piratenkreuzers manipuliert hatte und dieses manövrierunfähig war.
  • Psi-Spiegel und Drohne wurden bei dem Hecktreffer ins Weltall gesogen.

Allen war bewusst, dass sie die Logdateien und nötigenfalls auch die Daten der Black Box an Bord der Valkyrie manipulieren müssen, damit diese Version der Geschichte auch dort nachzusehen wäre. Cameron würde das übernehmen, würde dazu aber die Ruhe benötigen, die sie erst auf Fuyoshi haben würde.

Fuyoshi

Zwei Tage später erreichten Sie Fuyoshi, namen Funkkontakt auf und wurden auf einen Landestrahl in eines der inneren Docks gelotst.

Landung

Nach einigen waghalsigen Manövern, die durch Ausfall der Steuerdüsen auf der havarierten Seite nötig waren, landeten sie letztendlich sicher im Inneren des Hangars von Dock XVIII und wurden dort von Patrick Cardwell und Allan Carter willkommen geheissen. Das schwer havarierte Schiff wurde, nachdem Sie ihre Sachen aus dem Schiff geholt hatten, durch Kräne in eine Reparaturbucht gehievt. Docktechniker und Feuerwehr waren für den Fall der Fälle zugegegen. Den Techniker Cardwell konnten Sie dazu überstimmen, die Analysen der Bordelektronik nicht sofort von statten gehen zu lassen, sondern bis zum Folgetag zu warten. Carter, Abteilungsleiter der Human Ressources Division der A.B.I CorpSec stimmte diesen Vorschlag zu. Er war der Meinung, dass die Crew sich erstmal ordentlich ausschlafen sollte und die Feiern zum Sieg über die Chromatenflotte geniessen sollten, die auf dem obersten Deck der Asteroidenstation seit Tagen andauerten.

Natürlich lud das Team ihre beiden Vorgesetzten ein, an den Feiern teilzunehmen. Mr Carter lehnte dankend ab, er habe noch Papierkram zu erledigen, doch Mr Cardwell stimmte dem gern zu.

Siegesfeiern

Etwas später wurden alle durch die Turbolifte auf das oberste Deck, die Promenade gebracht. Unsere Freunde konnten ihren Augen kaum trauen, denn die parkähnlichen Anlagen waren von hunderten Menschen erfüllt, überall stand man, trank man, tanzte, lachte. Das Innere der Glaskuppel war von Ballons übersäht, alles war mit Girlanden und Lampions dekoriert. In der Mitte der Ebene stand ein DJ Pult aufgebaut, auf dem eine Frau, gekleidet in silbernen Schleiern, das Gesicht vollkommen verdeckt und sorgte für die pumpenden Muzzein Bang Bässe. Die Masse um sie herum zuckte und tanzte zu den Klängen. Die Energie der Menge war so stark, dass selbst Nicht-Telepathen sie spürten.

Unsere Freunde machten sich erst einmal in ihre Zimmer des Golden Ambassador auf, die sie nocheinmal von ABI spendiert bekommen hatten. Sie genossen es, sich ordentlich waschen zu können, sich ausstrecken zu können, die metallische Luft des Schiffes nicht mehr schmecken zu müssen. Im Holovid sahen sie jedoch eine Neuigkeitenmeldung, die nachhaltig Wirkung haben dürfte. Ein hochrangiger General verkündete, dass durch Sonden, die an den Mutterschiffen der Chromaten angebracht wurden im Gefecht, die Heimatwelt der Kröten gefunden wurde und dass nun der Vergeltungsschlag der Menschheit kommen würde. Die Antwort, die so lange überfällig war. Eine Menschheit, ein Willen, eine Faust! war die Parole, die man noch oft hören sollte. Der Gestank von Krieg sollte nicht aus der Luft weichen...noch viel Monate nicht.

Nachdem sich alle fertig gemacht hatten, frische Kleidung organisiert hatten und sich entspannen konnten, machte sich eine Hälfte auf ins Four Clovered Leaf, Artem und Craig jedoch hielt in einer Cocktailbar zwischen. Eine attraktive Halbjapanerin ausmachend, ersannen Sie einen Plan, sich weibliche Begleitung für den Abend zu besorgen, verscheuchten dabei den Herren, der sie anflirtete und schwer betrunken war, hätten fast Streit mit dem Chef der Stationssicherheit, Linsey Marsden, bekommen und bemühten sich dann, zum Irish Pub zu kommen. Craig wurde zwischendurch noch ein von einer Siebtlegionärin angesprochen, der jetzigen Wingwomen von Jades ehemaligen Wingman, der nun Wingcommander geworden war, Tracy Higgins.

Cameron war zunehmend auf dem Weg zum Irish Pub den wummenden Bässen verfallen und glitt nach und nach in eine Form der tänzerischen Trance und sollte den Rest des Abends ohne das Team verbringen, verzaubert von einer Welt aus Bässen, Gefühlen, Hormonen und Leichtigkeit.

Endlich im Pub angekommen, verbrachten alle einen netten und angenehmen Abend. Artem und die Halbjapanerin, von der er bald erfuhr, dass sie die baldige Trinity Agentin auf Fuyoshi werden soll und dass die Aeon Trinity beabsichtigt, ein permanentes Büro auf Fuyoshi einzurichten, verschwanden zu späterer Stunde auf dem Zimmer des Hotels. Tracy Higgins erwies sich als recht kratzbürstig, als Craig sie zurückwies. Er hatte bemerkt, dass die Pilotin offenbar nur versuchte, ihren Wingcommander eifersüchtig zu machen, der sich den ganzen Abend mit Jade unterhielt. Dafür war er sich zu gut. Tracy verschwand fluchend.

Mr Cardwell indes wurde von Fiona, der Wirtin systematisch abgefüllt und verbrachte den Rest der Nacht im Suff in einem kleinen Gästezimmer. Chiron 'Hornet' Banes und Jade Archer unterhielten sich viel und innig und wäre die Szenerie eine andere gewesen, wäre auch vielleicht mehr passiert. Wieder machte er keinen Hehl um seine tiefe Sympathie für die Freelancer-Pilotin. Erst in den frühen Morgenstunden trennten beide sich freundschaftlich und doch innig.

Cameron war indes voll in der Trance des Tanzes entschwunden und bemerkte die Zeit nicht mehr voranschreiten. Als der Rest des Teams in den frühen Morgenstunden aus dem Pub kam, waren sie verwundert, da alle Tänzer friedlich schlafend am Boden lagen, teils eng ineiander verschlungen, aber alle erfüllt von einem glücklichen Lächeln. Cameron meinte sich im Nebel der Erinnerungen zu entsinnen, dass sie unter all den Schleiern der Deejane etwas habe erkennen können, war sie doch so neugierig gewesen, zu wissen, was sich darunter verbarg. Das, was sie erkannt hatte, war eine konturlose silbrige symetrische Fläche, jedoch kein Gesicht. Eine Fläche, auf der sich immer wieder Schlieren bewegt hatten, wie auf einer Flüssigkeit.....

Von der Deejane, der legendären Divina, war keine Spur mehr zu sehen. Viel weiter unten, im Felsen des Asteroiden, startete ein Shuttle. Lautlos, unentdeckt, so, als ob es nie etwas besonderes gegeben hätte. Man sagt nur über diese grösste aller Deejane, dass sie immer da auftaucht, wo grosse Euphorie herrscht, wie ein Geist der Freude.

Bericht

Am darauf folgenden Vormittag wurde das Team von ihrem Chef zum Brunch eingeladen und dieser ließ sich Bericht erstatten. In der Zwischenzeit hatte Cameron die Daten der Black Box als auch die Logs des Schiffes editieren können, so dass die Wahrheit, die das Team Mr Carter auftischte, zur Wahrheit des Schiffes passte. Mr Carter teilte der Crew mit, dass die Valkyrie nun geschätzte 4 Wochen im Dock bleiben müsse und teilte Dr Artem Petersen der Crew zu. Die Valkyrie würde eine medizinische Station bekommen, die im bislang ungenutzten Unterdeck zu finden sein.

Anerkannte EP: 4

Zu Kapitel 9: Gefahr im Eis

Zu Kapitel 11: Blood Ripper James

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