Kapitel 10: Die Geburt der Drachenkriegerin
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Intermezzo an der Universität
Beim Verlassen des naturwissenschaftlichen Traktes kommt es zu einem kleinem Zwischenfall. Lil wird von einem jungen Mann leicht bedrängt, mit Ihr doch einen Kaffee trinken zu gehen, der offenbar ihren angeheiterten Zustand ausnutzen will. Dabei schaltet sich ein farbiger Student ein, der Lil zu Hilfe eilen will. Es kommt zu einer Schlägerei zwischen den beiden. Die Kommilitonen des jungen Mannes, von dem Lil erfährt, dass er Timothy Dale heisst und aus den Südstaaten kommt, sehen dabei zu. Als der Farbige Überhand gewinnt, passiert etwas. Die Augen des Weissen färben sich grellweiß, dann wird der Farbige durch die Luft geschleudet und landet einige Meter weiter in einem Rhododendron. Timothy rappelte sich auf, war kalkbleich, sah erschrocken an sich herunter und rannte weg. Seine Gefährten folgten Ihm.
Lucian stieß zu diesem Zeitpunkt hinzu und Lil und Lucian bedankten sich bei dem Farbigen und boten Ihm an, Ihn zum Krankenflügel zu bringen. Er lehnte dankend ab, aber als die beiden insistierten, etwas aus Dank zu tun, bat er sich einen Anzug aus, da er keinen besäße. Sie willigten ein und trennten sich. Kurz danach informierten sie noch einen Wachmann über den Vorfall und machten sich dann auf, zurück ins Hotel Lexington.
Drei waren es, drei sollen es sein
Minh-Cai war noch in China Town und machte sich auf zum Tempel, der versteckt auf einem kleinen Platz dort zu finden war. Sie hoffte, den Shan Chu dort zu finden und zu sprechen. Nach einiger Zeit dort wartend erschien wieder der junge Mönch, der bereits die Gefährten schon einmal zum Anführer der Triaden gebracht hatte. Er wollte Minh-Cai zuerst nicht zum Shan Chu führen, doch ließ er sich überreden. Er wies jedoch drauf hin, sie erst führen zu sollen, wenn alle drei da sind. Letztendlich setzte er wieder zu diesem Sprint an, der waghalsig durch enge Gassen und Häuserschluchten führen sollte, Minh-Cai hastete hinter Ihm her, bis er auf eine Mauer sprang. Sie sprang hinterher, doch von dem Jungen war weit und breit nichts mehr zu sehen. Stattdessen stand wieder jene hühnehafte Gestalt in weitem dunkelblauem Kimono und mit diesem riesigen Reishut, dessen Rand von an Bändern hängenden Schellen verziert war, dort.
Sie sprachen kurz miteinander, der Shan Chu wollte nichts offenbaren, solange nicht alle drei zu gegen sind. Er wusste bereits, dass sie den Stein des Feuers erobert hatten können. Als Minh-Cai sagte, dass sie den Stein nicht übergeben würden, bewegten sich die Ärmel des Shan Chu schnell, Minh-Cai machte eine Ausweichbewegung, spürte aber plötzlich die Spitze eines feines Bambusstabes sanft an ihre Wange drücken. Der Shan Chu sagte ein leises "Du musst an deiner Haltung arbeiten". In diesem Moment wurde Minh-Cai bewusst, dass der Shan Chu ihr Wächter sein würde. Der, der sie lenken würde und ausbilden würde zum Kampf gegen die schwarze Sonne, die sich wieder erheben würde.
Als Minh-Cai etwas sagen wollte, rutschte eine kleine schwarze gläserne Kugel aus dem Ärmel des Wächters, schlug auf den Boden auf und verbreitete eine schwarzgraue Wolke beissender Dämpfe. Als sich diese verflogen hatte, war der Shan-Chu weg. Minh-Cai fuhr zurück zum Lexington Hotel.
Planungen
Als alle drei angekommen waren im Hotel, wurden Information ausgetauscht. Die Mutmassungen über die kommende Vorgehensweise waren offenbar. Vermutlich ist das Militär im Besitz des Auge des Wassers und Professor Heckle hat eine Maschine entwickelt, die den Edelstein ausnutzt. Also sollen Informationen gesammelt werden, wie der Stein zu erlangen ist. Das wäre das kommende für die Gefährten.
Doch zuvor würde das Team, wie vom Shan-Chu gewünscht, diesen in China-Town besuchen und zu Antworten bringen wollen.
Die Geburt der Drachenkriegerin
Im Tempel angekommen, fanden sie zuerst niemamden vor. Die Gefährten verteilten sich über den Innenraum, um so alles im Auge zu behalten. Lediglich der junge Mönch ließ sich einmal sehen, äusserte einige mysteriöse Andeutungen, als Lucian sehr interessiert einen der Kunstschätze betrachtete, dass Ihm dafür doch schon einmal fast die Hand abgeschlagen wurde. Die Minuten verstrichen, dann erklang ein glockenheller Klang von einem der Eingangstore. Der Stab mit den Schellen, den er Shan Chu bereits einmal getragen hatte, war auf den Boden aufgestossen worden und hatte damit diesne Klang erzeugt.
Er schritt an Ihnen vorbei und ein Gespräch entbrannte. Die Gefährten machten klar, dass sie die Steine alle sammeln wollen würden und dann zurück in die Mandschurei bringen wollen. Der Shan-Chu stellte in diesem Gespräch mehrfach die Frage an Minh-Chai, wer sie sei und was ihr Weg ist - erst bei der dritten Frage antwortete sie, dass sie die Drachenkriegerin ist. Darauhin wirbelte der Kimono des Shan-Chu auf und gab den Blick frei auf zwei chinesische Anderthalb-Händer, von denen er jeweils einen in einer Hand zog und die Worte "Dann beweise Dich!" ausstieß. In diesem Moment spürte Minh-Cai, dass Cho, ihr Echse, wie auch immer es geschafft hatte, bei Ihr zu sein und gerade unter ihrer Kleidung ihren Rücken hochkletterte.
Sofort entbrannte ein Kampf. Die beiden Klingen wurden meisterlich geführt und zerschnitten im Wirbel Holzbänke und Stoffe, als wären diese aus Butter. Die Gefährten waren zuerst auf der Defensive, wichen aus. Lil warf ein Windspiel auf den Schwertkämpfer, Lucian schob Ihm eine Bank in den Weg, Minh-Cai wisch seinen Schlägen aus, rollte über den Boden und schaffte es, Ihm sogar durch einen gezielten Handkantenschlag aufs Handgelenk eines der Schwerter zu entreissen, dass jedoch auf den Boden vorerst ausser Reichweiter rutschte. Indes kletterte Cho über ihre Arme in ihre Hände und - das unglaubliche geschah - wurde in ihrer Hand steif, verwandelte sich rasend schnell in ein elegantes, perfekt geschmiedetes chinesisches Langschwert, dessen Klinge leicht bläulich schimmerte. In der Parierscheibe waren vier Vertiefungen angebracht, von denen zwei bereits gefüllt waren. Eine mit einem funkelnden Rubin, eine andere mit einem schimmernden Saphir. Die Klinge der fünf Drachen! Neuen Mut gefasst, stürzte sich Minh-Cai ihrem Herausforderer entgegen. Fast schien es so, als würde das gesammelte Wissen der vorherigen Drachenkriegerinnen in Sie übergehen. Klingen prallten aufeinander, durch Intervention ihrer Gefährten wurde der Shan-Chu von den Beinen geholt. Doch als sie sich bereits siegessicher wussten, ballte dieser eine Faust, Blitze sammelten sich zwischen seinen Fingern und er rammte die Faust auf den Boden vor sich. Sofort holte eine Schockwelle von mehreren Metern Radius die Gefährten von den Beinen und wirbelte sie ins Mobiliar. Die Klinge der fünf Drachen jedoch erzeugte einen schillernden Schild vor Minh-Cai und ließ sie sich so gegen die Schockwelle stemmen. Dennoch schob sie der schiere Druck mehrere Meter, jedoch aufrecht stehend nach hinten.
Dieser Angriff hatte den Shan Chu viel Kraft gekostet, Minh-Cai nutzte die Gunst der Stunde und machte einen Ausfallschritt nach vorne und hielt Ihm die Klinge an den Hals. Damit war der Kampf entschieden und als ihr Wächter den Kopf hob und sie das erste Mal das Gesicht unter dem Hut erkannten (es war ein Mann höheren Alters, vielleicht um die 70, ein Asiate mit feinem grauen Kinnbart) lächelte dieser und stand auf. Er betrachtete Minh-Cai wohlwollend und sagte "Du bist soweit, deine Unterweisung kann beginnen, das Schwert hat entschieden zu erscheinen"
Er klatschte zweimal in die Hände und wie von Geisterhand fügten sich alle Möbelstücke wieder zusammen, Staub verschwand, das Chaos räumte sich selbst auf. Er begrüsste sie alle noch einmal formell und deutete dabei etwas merkwürdiges an. Er sprach von dem, den sie von der Schlinge geholt hatte und sah dabei Lucian an. Er sprach von der blinden Seherin, die als Prophetin verehrt wurde an Ihrer Seite und blickte dabei Lil an. Und er sprach davon, dass die Zeit schneller vorangeschritten war, als die Wächter hatten kommen sehen, dass nicht genug Zit für die Vorbereitung der Drachenkriegerin sei. Als die Gefährten fragten, wie alt die letzte Drachenkriegerin bei Ihrer Ausbildung war, antwortete er, dass sie fünf Jahr alt war, als ihre Ausbildung begann.
Aber er sprach von ungewöhnlichen Maßnahmen, die nötig wären. Er nannte ein uraltes Geheimnis, dass die Triaden hüten würden. Tätowierungen, die von Macht erfüllt sind und Ihrem Träger neue Kräfte geben. Lil fragte, wieviele es von denen gäbe, die besondere Kräfte haben. Diese Frage konnte er nur mit "Die Wege der Drachen sind mannigfaltig" beantworten.
Einige Worte wurden noch getauscht, dann sagte der Wächter, dass er sie in zwei Tagen hier wieder sehen wollen würde und Ihnen damit Zeit gäbe, sich vorzubereiten, auf das, was nun kommen würde. Mit diesen Worten ließ er wieder eine der Kugeln fallen, Rauch schwallte auf und die Gefährten waren alleine.
Sie verließen stumm schweigend China Town und machten sich auf den Weg zurück ins Hotel. Sie hatten das Gefühl, dass die Menschen, an denen sie vorbeigingen, sie mit Ehrfurcht betrachten würden...
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